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Markus Brockmann sorgt bei AdU-Regionalkonferenz für verhaltenen Optimismus

Wird die Südumgehung doch noch Realität?

Hameln (HW). Zum Greifen nahe oder doch noch weit entfernt? Die Südumgehung Hamelns war auch gestern wieder zentrales Thema der AdU-Regionalkonferenz Verkehrsanbindung. Zum 20. Mal hatte der Arbeitgeberverband der Unternehmen im Weserbergland Vertreter aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft zu dieser traditionellen Zusammenkunft geladen und zum 20. Mal stand die geplante Trasse zur Diskussion. Doch das, was Markus Brockmann, Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, und seine Kollegin Uta Weiner-Kohl gestern im Hotel „Stadt Hameln“ zu verkünden wussten, wird vom AdU-Vorsitzenden Ulrich Meyer zumindest als Hoffnungsschimmer gewertet.

veröffentlicht am 31.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.07.2015 um 16:06 Uhr

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„Wir müssen alle zusammenstehen und die Vorhaben konsequent vorantreiben“, sagte der Hamelner Unternehmer und forderte von den Politikern Gabriele Lösekrug-Möller (SPD-MdB) und Otto Deppmeyer (CDU-MdL), sich als „Transporteure der Botschaft“ dafür einzusetzen, dass seitens der Bundes- und Landesregierung auch die erforderlichen finanziellen Mittel für die Realisierung der Südumgehung zur Verfügung gestellt werden. Die hatte Brockmann zuvor – nach aktuellem Stand – mit 100,3 Millionen Euro beziffert. Er kündigte auch an: „Wir werden noch in dieser Woche den Planfeststellungsbeschluss bekommen.“ Allerdings erinnerte der diplomierte Ingenieur auch daran, dass noch immer vier Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg anhängig seien. „Werden sie abgewiesen, könnte kurzfristig mit dem Bau begonnen werden – so denn Geld vorhanden ist“, sagte Brockmann und sprach von einer sechsjährigen Bauzeit für die Vollendung der Südumgehung.

Auch über den Stand der Planungen weiterer Straßenbauvorhaben wie die Ortsumgehungen Aerzen (13,6 Millionen Euro), Coppenbrügge 23,2 Mio.), Negenborn (12,4 Mio.), Eschershausen (36 Mio.), Weenzen 7,7 Mio.) oder die Ith-Querung (75 Mio.) und den Ausbau der Bundesstraße 65 zwischen Stadthagen und Bad Nenndorf (rund 30 Mio.) berichteten die Behördenvertreter. Und jede genannte Zahl wurde von Lösekrug-Möller notiert. „Ich habe jetzt über 300 Millionen Euro addiert“, sagte die Sozialdemokratin und beklagte, „dass für Verkehrsprojekte parteiübergreifend stets zu wenig Geld da ist“. Es komme darauf an, die Südumgehung im „vordringlichen Bedarf“ zu platzieren. „Alles, was da nicht drinnen ist, rückt in ganz weite Ferne“, sagte die heimische Bundestagsabgeordnete. Aus Hameln müsse deshalb das Signal kommen, dass es sich bei der Südumgehung um ein unverzichtbares Projekt handele. Auch Otto Deppmeyer schürte den Optimismus: „Wenn die Bauzeit sechs Jahre beträgt, lassen sich die Kosten ja auf sechs Haushalte verteilen.“ Zudem betonte der Christdemokrat, dass die Landesregierung für den Straßenbau 50 Millionen Euro mehr eingeplant habe.

Laut Behördenleiter Markus Brockmann ließe sich die Südumgehung Hamelns in vier Teilabschnitten realisieren. Erster Schritt wäre die Trasse entlang der Fluthamel mit einer Brücke zum Hastenbecker Weg. Foto: Wal

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