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Zu viel Feinstaub – CDU-Abgeordnete fordern Südumgehung

„Verfahren gegen Hameln droht“

Hameln. Plötzlich ist eine Westumfahrung wichtiger als die seit etlichen Jahrzehnten geforderte Hamelner Südumgehung – so steht es im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030. Dazu haben nun die heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Otto Deppmeyer und Petra Joumaah in einem Brief an Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) Stellung genommen.

veröffentlicht am 29.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 11.05.2016 um 12:40 Uhr

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„Die Sinnhaftigkeit dieser Entscheidung erschließt sich uns nicht!“, schreiben die beiden Landtagsabgeordneten über die überraschende Herabstufung der Südumgehung bei gleichzeitiger Aufwertung der Westumfahrung.

„Seit Jahrzehnten fordern Politiker aller Couleur, die Südumgehung Hamelns zu realisieren“, heißt es in dem Brief aus Hameln-Pyrmont. „Das Verkehrsaufkommen durch die Stadt Hameln ist stark geprägt von einem hohen Anteil von Lastkraftwagen, die besonders viel unverträglichen Ausstoß von Feinstaub hinterlassen“, heißt es weiter „Dies würde durch den Bau einer Südumgehung deutlich reduziert werden“, bei einer Westumfahrung indes wäre das „überhaupt nicht der Fall “.

Bei der Umsetzung der Südumgehung würde der Verkehr in der Stadt um ein Drittel sinken. Dies sei besonders wichtig, „weil die Luftqualitätsrichtlinie der EU (2008/50/EU) schon heute nicht eingehalten werden kann und bei weiter zunehmendem Verkehr sehr wahrscheinlich ein Strafverletzungsverfahren der EU gegen Hameln und damit gegen die Bundesrepublik Deutschland zu erwarten ist“. Die Westumfahrung würde lediglich den Verkehr der B 83 von einem Stadtteil in einen anderen verlegen und „eine heute schon überlastete Straße (Klütstraße) zum Kollaps bringen“.

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Die Abgeordneten schließen mit dem Appell an den Staatssekretär Ferlemann, die Südumgehung wieder in den „vordringlichen Bedarf“ heraufzustufen.red

Otto Deppmeyer und Petra Joumaah schrieben einen Brief an Staatssekretär Enak Ferlemann.Foto: Archiv

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