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Nicht alle glauben an eine Entlastung der viel befahrenen Basbergstraße durch geplante Umfahrung

Südumgehung keine Lösung des Problems

Hameln (CK). Jürgen Bröstedt glaubt nicht an eine Entlastung der vielbefahrenen Basbergstraße durch den Bau einer Hamelner Südumgehung. Ganz abgesehen davon, dass der Zeitpunkt einer Realisierung dieser seit Jahrzehnten geplanten Umfahrung nach wie vor in den Sternen steht, hält der Anwohner dieser wichtigen Verkehrsader – ähnlich äußerten sich auch weitere in dem Bereich wohnende Hamelner am Lesertelefon der Dewezet – eine Umgehung nicht für die wirkliche Lösung des Problems. Und fordert deshalb von der Politik, nur so viel zu versprechen, wie sie auch halten könne.

veröffentlicht am 03.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 14.07.2015 um 16:08 Uhr

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Diese Auffassung teilt übrigens auch Fritz Rieger. Der Vorsitzende der Hamelner Bürgerliste im Rat fordert von seinen Fraktionskollegen ebenfalls mehr Offenheit. „Man muss dem Bürger ehrlich sagen, dass wir eine wirkliche Entlastung von Basbergstraße/Fahlte/Reimerdeskamp kaum hinkriegen werden“, sagt Rieger vor allem mit Blick auf Bürgermeister Herbert Rode (SPD), der bereits bei einem Treffen im Rahmen der Dewezet-Stadtteilserie „Hier leben Wir“ im Sommer zugesagt hatte, das Problem angehen zu wollen. Rieger listet auf: Bei einer Verkehrszählung im vergangenen November habe man innerhalb von 24 Stunden auf dem Reimerdeskamp 12 647 Fahrzeuge gezählt, davon 282 Lkw und 71 Busse, auf der Fahlte 9446 Fahrzeuge (245 Lkw, 23 Busse), auf der oberen Basbergstraße 12 867 Fahrzeuge (inklusive 583 Lkw und 60 Busse) und auf der unteren Basbergstraße 11 6161 Fahrzeuge (522 Lkw, 34 Busse). Diese Situation wird sich nach Einschätzung von Rieger weiter verschärfen durch die vierte Verbrennungslinie der Müllverbrennung, die jetzt von noch mehr Lkw angefahren werde – mit allen damit verbundenen Problemen wie Lärm oder etwa zusätzlichem Feinstaub vor allem in heißen Sommern.

Ursula Wehrmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Hamelner Rat, teilt Riegers Pessimismus nicht, was mögliche Abhilfe für die geplagten Anwohner angeht. Sie hatte sich bereits im vergangenen Mai in der Mehrheitsgruppe aus SPD, FDP und Grünen dafür starkgemacht, seitens der Verwaltung geeignete Maßnahmen wie etwa ein generelles Nachtfahrverbot für Lastwagen oder aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung prüfen zu lassen, um die Emissionen für die Anwohner wenigstens in erträglichen Grenzen zu halten. Die Grüne: „Vor allem auf der Basbergstraße ist es wirklich entsetzlich!“

Ihre Kritik, die im neuen Haushalt einplanten, aber och nicht genehmigten 80 000 Euro seien überflüssig, führt Rieger übrigens auf ein Missverständnis zurück. „Die sind nicht nur für die Basbergstraße eingestellt worden, sondern beinhalten eine Untersuchung des gesamten Verkehrsaufkommens in Hameln.“

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  • Über die Basbergstraße rollt der Verkehr – und rollt und rollt und rollt. Die Südumgehung wird das Problem nicht lösen, glauben Anlieger, aber auch manche Politiker. Foto: Dana

Über die Basbergstraße rollt der Verkehr – und rollt und rollt und rollt. Die Südumgehung wird das Problem nicht lösen, glauben Anlieger, aber auch manche Politiker.

Foto: Dana

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