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Verträglichkeitsstudie abgeschlossen / Sachstandsbericht im Bauausschuss

Startschuss für Südumgehung soll bis zum Jahr 2011 fallen

Hameln (HW). Läuft alles nach Plan, dann könnte bis zum Jahr 2011 der Startschuss für den Bau der Hamelner Südumgehung fallen. Mit dieser Aussage überraschte Hartmut Deppmeyer gestern die Mitglieder des Hamelner Bau- und Umweltausschusses bei seinem Sachstandsbericht. Nach Auskunft des Fachbereichsleiters Umwelt und technische Dienste im Rathaus der Rattenfängerstadt ist die Verträglichkeitsstudie bezüglich des an der geplanten Trassenführung gelegenen FFH-Gebietes (Flora-Fauna-Habitat) und der Südumgehung zwischenzeitlich abgeschlossen. "Wir sind uns einig, dass keine Trassenänderung erforderlich ist und bis Ende 2006 noch mit der Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses zu rechnen ist", erklärte Deppmeyer und fügte hinzu: "Das lässt uns hoffen, dass dann innerhalb der nächsten fünf Jahre die Maßnahme begonnen werden kann. Vorausgesetzt, es gelingt uns, in dieser Zeit auch das Geld zu beschaffen." Noch seien zwar acht Klagen Afferder Bürger vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg anhängig, doch ist der Fachbereichsleiter auch in diesem Punkt zuversichtlich, dass sie bald entschieden sind.

veröffentlicht am 24.02.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 14.07.2015 um 16:25 Uhr

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Bereits am 10. März des Jahres 2004 sei der Planfeststellungsbeschluss gefasst worden. Doch dann habe das Land Niedersachsen den EU-Beschluss umgesetzt und landesweit die FFH-Gebiete ausgewiesen. Unter anderem, um den Lebensraum der seltenen Fischarten Groppe und Neunauge (wir berichteten) zu schützen. "In Hameln beginnt das Gebiet an der Weser, führt an der Fluthamel entlang und geht bis Rohrsen/Hilligsfeld", erläuterte Deppmeyer vor dem Ausschuss. "Planerisch haben wir alles in den Griff gekriegt. Es ist nur zu unwesentlichenÄnderungen gekommen, die aus unserer Sicht keine neue Planauslegung erfordern", bestätigte Rolf Hormann, Leiter der zuständigen "Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln", gegenüber dieser Zeitung. So seien lediglich Baumaßnahmen am Vorfluter erforderlich, um Regenwasser zu filtern. Das erstellte Gutachten sei inzwischen nach Hannover weitergeleitet worden. In der Landeshauptstadt werde es jetzt geprüft. Auch müsse noch der Landkreis als untere Naturschutz- und Wasserbehörde beteiligt werden, ehe das Papier an das Oberverwaltungsgericht weitergeleitet werde. Hormann: "Dem weiteren Verlauf des Verfahrens steht nichts mehr im Wege."

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