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Planfeststellungsbeschluss bereits im Jahr 2010

"Silberstreif" für die Südumgehung

Hameln-Pyrmont (HW). Einen „Silberstreif“ für die Verwirklichung der Hamelner Südumgehung kündigte Markus Brockmann an. Doch was die Teilnehmer der 17. AdU-Regionalkonferenz Verkehrsanbindung zunächst aufhorchen ließ, entpuppte sich wenig später allenfalls als kleines Lichtlein am Ende eines langen Tunnels.

veröffentlicht am 13.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 14.07.2015 um 16:20 Uhr

M. Brockmann
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Der Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Hameln erwartet den neuen Planfeststellungsbeschluss bereits im Jahr 2010. Drei Klagen gegen den Bau der Trasse seien zwischenzeitlich zurückgezogen worden, vier noch anhängig. Seine Behörde arbeite seit März 2008 am artenschutzrechtlichen Planänderungsverfahren, was inzwischen größtenteils abgeschlossen sei. Die Groppe sei im Bereich des Südbades recht häufig aufgetreten, nach dem Bachneunauge habe man in den Bächen jedoch vergebens gesucht, ergänzte Uta Weiner-Kohl. Dafür gebe es aber zahlreiche Fledermäuse, für die jetzt an den Brückenbauwerken der Südumgehung Netze geplant werden, „damit sie nicht in den Verkehr fliegen können“, wie die Planerin begründete. Sie wusste auch zu berichten, dass die erst kürzlich eingegangene sogenannte FFH-Verträglichkeitsprüfung keine Einwände aufweise: „Ein wichtiger Punkt für uns.“

„Es ist schon bedenklich, dass Flora und Fauna wichtiger sind als der Mensch, meinte Eckhard Koss. Doch die Frage des Hamelner Baudezernenten, wann denn bei der Südumgehung mit dem Baubeginn zu rechnen sei, wusste auch Brockmann nicht exakt zu beantworten. „Liegt der Planfeststellungsbeschluss vor, könnten wir sofort mit dem Bau beginnen – wenn die Finanzierung steht.“ Doch die wird gemeinhin als Problem gesehen. Denn die Teilnehmer der AdU-Konferenz waren der Überzeugung, dass der Bund nach den Konjunkturprogrammen zu diesem Zeitpunkt auf die Sparbremse treten könnte. Auch schloss Brockmann nicht aus, dass sich weitere Bedenkenträger zu Wort melden könnten.

„Dass von allen Seiten Sand ins Getriebe gestreut wird, ist nicht mehr nachvollziehbar. Was nützt es, wenn woanders Ortsumgehungen gebaut werden, die Ost-West-Achse aber nicht vorangeht und der Verkehr nicht fließen kann? Das wird sich dann in anderen Regionen ebenfalls bemerkbar machen“, sagte AdU-Vorsitzender Ulrich Meyer.

U. Meyer
  • U. Meyer

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