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Überprüfung nach EU-Recht dauert bis Ende 2009 / Bauplanung läuft weiter

Hamelner Südumgehung wartet auf Fisch-Gutachten

Hameln (TT). Die Hamelner Südumgehung - bereits seit Jahrzehnten Dauerthema in der Weserbergland-Region - bleibt noch länger in die Warteschleife: Bis Ende 2009 müssen die Straßenbauplaner auf die Biologen warten. Bevor das 83 Millionen Euro teure Projekt realisiert werden kann, soll zunächst einmal ein Umweltgutachten klären, ob die beiden Fischarten Groppe und Neunauge in der Hamel und Fluthamel durch den Bau der Südumgehung beeinträchtigt werden oder nicht.

veröffentlicht am 07.02.2008 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 14.07.2015 um 16:27 Uhr

Am Ort des Geschehens: Uta Weiner-Kohl von der Landesbehörde für
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Verschiedene Kläger hatten unter Hinweis auf den Umweltschutz gegen die Südumgehung geklagt. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg beantragt, das Verfahren ruhen zu lassen. Wie Amtsleiter Markus Brockmann gegenüber der Dewezet ankündigte, will seine Behörde"ab Montag freiwillig das abarbeiten, was wir sowieso auf uns zukommen sahen - die von der EU geforderte Verträglichkeitsprüfung und die artenschutzrechtlichen Belange". Die Untersuchungen, an denen Biologen, Ingenieure und Landespfleger von externen Instituten beteiligt werden, wird voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2009 dauern und rund 25 000 Euro kosten. Notwendig sind diese Untersuchungen geworden, weil die Hamel und die Fluthamel von der EU als besonders schützenswerte Gebiete ausgewiesen worden waren. Brockmann: "Sonst wäre schon alles erledigt." Nun aber müsse man das große Hamelner Straßenbauvorhaben nach europäischem Umweltrechtüberprüfen. Im Kern geht es um die Frage, ob und inwieweit der Bau oder die Umgehung selbst die Groppe und das Neunauge etwa durch Dreck oder Beschattung beeinträchtigen, wie Brockmann erläuterte. Die Experten der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gehen davon aus, dass "in großen Teilen die Verträglichkeit der Südumgehung nachgewiesen werden kann". Deshalb sollen parallel zum Umweltgutachten auch die technischen Vorbereitungen für die Südumgehung weitergehen: So werden Brückenbauwerke konzipiert und Baupläne gezeichnet.

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