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Noch im März hatten Experten das Projekt abgewertet

Bund stuft Südumgehung wieder hoch

Hameln. Gute Nachrichten enthält der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans nach Berücksichtigung der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung für das Weserbergland. Die Südumgehung ist wieder hochgestuft worden mit vordringlichem Bedarf.

veröffentlicht am 16.07.2016 um 15:27 Uhr
aktualisiert am 24.03.2017 um 15:17 Uhr

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Zuletzt sah es schlecht aus für die Südumgehung. Noch im März wurde sie im Bundesverkehrswegeplan nur noch mit dem Status „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ gehandelt. Ihren Status als Projekt mit vordringlichem Bedarf hatten Experten ihr aberkannt. Wichtiger war den Politikern offenbar die Westumgehung. Ihr wurde – so wie zuvor eigentlich auch der Südumgehung – ein vordringlicher Bedarf eingeräumt. Für die Stadt war das ein kleiner Schock, zumal die Westtangente schon fast aus den Köpfen verschwunden war. Nun macht man in Berlin offenbar die Rolle rückwärts.
„Die Südumgehung Hameln ist wieder im vordringlichen Bedarf, mein Einsatz hat sich gelohnt“, sagt die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller nach einem Einblick in die Neufassung. Gemeinsam hätten Politik und Wirtschaft durch ihr Engagement in Berlin deutlich gemacht, wie wichtig dieses Straßenbauprojekt für die Region sei. Dass die Westumfahrung Hameln in den weiteren Bedarf zurückgestuft wurde, bewertet Lösekrug-Möller ebenfalls als Fortschritt.
Eine Neubewertung hat auch der Ith-Tunnel erfahren. Er wurde ebenfalls hochgestuft und ist nun durch ein „Sternchen“ im weiteren Bedarf mit Planungsrecht versehen. Dazu Lösekrug-Möller: „Das ist das bestmögliche Ergebnis.“

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Vietz wertet die überarbeitete Version des Verkehrswegeplans als „Meilenstein für die Verkehrsinfrastruktur im Weserbergland. Die gemeinsamen Anstrengungen von Bürgern, Stadt, Kreis, Land und den Bundestagsabgeordneten haben Wirkung gezeigt“, so Vietz. „Weite Teile unserer Region können mit diesem Ergebnis zufrieden sein.“ Er danke allen, die sich in der Öffentlichkeitsbeteiligung eingebracht haben. „Einsatz und Beteiligung lohnen sich immer, selbst wenn es manchmal mühsam erscheint“ Nun gelte es, das Erreichte in den parlamentarischen Beratungen zu verteidigen.
Einen Grund zum sofortigen Jubeln gibt es im Weserbergland nämlich noch nicht. Erst nach erfolgter Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung wird das Kabinett entscheiden, dann beginnt das parlamentarische Verfahren.

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