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Widerstand in Grohnde, Lüntorf und Börry / Gespräch der Landräte in Berlin

Suedlink: Trassenverlauf „politische Willkür“

Grohnde/Brockensen. Die Stromtrasse Suedlink war Thema bei den vergangenen Ortsratssitzungen in Grohnde/Lüntorf und Börry. Elmar Günzel, Erster Gemeinderat Emmerthals, zum Widerstand gegen den Suedlink: „Es ist gut, dass die Bürgerinitiative Weserbergland und hauptamtliche Verwaltungsbeamte in Kommunen und Landkreisen das Thema verfolgen.“ Der Netzbetreiber Tennet stellte kürzlich alternative Trassenführungen vor.

veröffentlicht am 22.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 11:02 Uhr

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Danach ändert sich für Grohnde nichts. Lüntorf wäre allerdings von einer alternativen Trasse betroffen. Die ursprüngliche Variante führt östlich am Ort vorbei, die Alternative westlich, wo schon eine große Leitung vorbeiführt. Entsprechend formiert sich in Lüntorf Widerstand, weil der Ortsteil im schlimmsten Fall von Stromtrassen eingekesselt wäre. Bei allen bisherigen Veranstaltungen sei Tennet die Antwort auf die Frage nach dem Grund des „Westschwenks“ südlich von Hannover durch das Weserbergland schuldig geblieben, sagte Günzel. Auch Börrys Ortsbürgermeister Rolf Keller (CDU) kann sich diesen Schwenk nach eigenen Worten nicht erklären. Angeblich seien bestimmte Widerstände der Grund, so Keller. Viel eher gehe der Ortsbürgermeister von „politischer Willkür“ aus, dass Tennet nicht einfach den direkten Weg von Nord nach Süd nehme, etwa an der A7 entlang. Im selben Atemzug rügt Keller auch die heimischen Bundes- und Landtagsabgeordneten. Sie hätten „geschlafen“, als es um die Trassenverläufe durch das Weserbergland gegangen sei.

Heute treffen die Landräte der Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Höxter und Lippe im Wirtschaftsministerium in Berlin mit Staatssekretär Rainer Baake zusammen. Keller zeigte sich enttäuscht, dass Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels sein Versprechen nicht eingehalten habe, hiesige Experten mitzunehmen. Auch Günzel kündigte weitere Veranstaltungen zum Suedlink in Emmerthal an. So sei ein Treffen mit den heimischen Bundestagsabgeordneten geplant.ubo/cbo

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