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Neue Trassenpläne veröffentlicht

Südlink führt nicht durch das Weserbergland

WESERBERGLAND. Vom Bau der großen Stromtrasse Südlink ist das Weserbergland nun wohl endgültig nicht mehr betroffen. Die Stromnetzbetreiber Tennet und TransnetBW favorisieren nun eine Route östlich Hannovers. Eine Strecke westlich der Landeshauptstadt bleibt zwar formell im Verfahren, ist aber unwahrscheinlich geworden.

veröffentlicht am 07.03.2017 um 17:05 Uhr
aktualisiert am 26.05.2017 um 13:23 Uhr

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Autor:
Marc Fisser und Bernd Haase

Die beiden Unternehmen legten am Dienstag ihren Trassenvorschlag vor. Landwirte aus der hauptsächlich betroffenen Gemeinde Uetze kündigten umgehend Widerstand an.

Das Erdkabel soll Windstrom von den Küsten in den Süden Deutschlands transportieren. Die ursprünglichen Planungen für eine Freileitung an Emmerthal vorbei über die Ottensteiner Hochebene in Richtung Lügde und von dort nach Süden hatten einen Proteststurm verursacht. Die betroffenen Landkreise hatten in ihrer „Hamelner Erklärung“ eine umweltverträglichere Lösung verlangt. Auch aus diesem Grunde ist jetzt auf rund 600 der 800 Kilometer eine Erdverkabelung vorgesehen. Der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Vietz (CDU) zeigt sich zufrieden: „Die Erdverkabelung trägt dem Willen der Bürger Rechnung und erhöht die Akzeptanz der Energiewende!“

                                                 

„Uns ist es wichtig, einen Korridor zu finden, der Mensch und Natur möglichst wenig belastet“, betont Lex Hartman als Mitglied der Geschäftsführung von Tennet. Dies habe man über die umfassendste Bürgerbeteiligung erreicht, die es je für ein Netzausbauprojekt in Deutschland gegeben habe. Wie TransnetBW-Geschäftsführer Werner Götz ankündigt, werden am 17. März die Genehmigungsverfahren für die Projekte „Suedlink“ und „Suedostlink“ beantragt.

Die Entscheidung liegt bei der Bundesnetzagentur. Geht es nach den Planungen der Netzbetreiber, ist das Verfahren 2021 abgeschlossen. Vier Jahre werden für den Bau des Südlinks veranschlagt; die Kosten sind auf etwa 10 Milliarden Euro taxiert. Der Zeitplan gilt als ambitioniert – unter anderem, weil mit juristischen Auseinandersetzungen zu rechnen ist. Durch die Umplanungen ist das Vorhaben drei Jahre in Verzug.

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