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Stromtrassen-Kritiker aus der Region schließen sich Initiative an

Protest formiert sich

Börry. Die jüngst im Ilsetal gegründete Bürgerinitiative Weserbergland, die sich gegen die geplante Stromtrasse richtet, findet immer mehr Zulauf. Mehr als hundert Mitglieder zähle die Gruppe bereits nach wenigen Tagen, berichtete Ortsbürgermeister Rolf Keller im Börryer Ortsrat – und findet immer mehr Zulauf aus der Region. Inzwischen liege die Anfrage von Bürgermeister Manfred Weiner von der Ottensteiner Hochebene im Landkreis Holzminden vor, sich der Bürgerinitiative anzuschließen, sagte Keller bei der Sitzung am Mittwoch.

veröffentlicht am 28.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.03.2014 um 14:16 Uhr

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Das stärke das Ziel, als Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden aufzutreten und „gemeinsam zu kämpfen“. „Ich denke, das ist der richtige Weg“, sagte Keller. Inzwischen habe er die Spitzen der Verwaltung in beiden Landkreisen dazu aufgefordert, aber auch alle heimischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten angeschrieben, etwas am Trassenverlauf zu verändern.

Bürgermeister Andreas Grossmann gab in der Sitzung seine ersten Eindrücke wieder, die er bei einer Informationsveranstaltung des zuständigen Unternehmens Tennet in Hannover bekommen hatte. Der Korridor, der durch Emmerthal führt, werde von Tennet bevorzugt, weil er am wirtschaftlichsten sei. Daneben gebe es zwei weitere Trassenverläufe, die aber noch nicht weiter geprüft worden seien. Da es sich um eine landesweite Veranstaltung gehandelt habe, hätten keine lokalen Details erörtert werden können. Dazu bietet sich aber die Möglichkeit bei einer weiteren Veranstaltung vor Ort – voraussichtlich am 25. März in Hameln. Grossmann betonte die Dialogbereitschaft des Unternehmens. Es könnten durchaus „Hindernisse“ hier vor Ort benannt werden, die den Planern bislang noch nicht bekannt gewesen seien. Dazu gehöre beispielsweise die 380-kV-Leitung, die im Bereich des Ilsetals vorhanden sei. Für Keller ein Beispiel, dass die Planung vom Schreibtisch aus gemacht worden sei. Beim Besuch von Tennet-Vertretern in Esperde sei ihnen das so nicht bewusst gewesen. Nach Auffassung von Grossmann besteht auch Klärungsbedarf, warum die Stromtrasse einen deutlichen Schwenk in den Landkreis mache, statt direkt über das Leinetal nach Süden zu führen. Seiner Vermutung, dies habe mit dem Kernkraftwerk Grohnde zu tun, sei von Tennet widersprochen worden. cb

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