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Bartels und Schürzeberg warten „ruhig und gelassen“ auf weitere Vorschläge für die geplante Stromleitung

Klasse Trasse?

Weserbergland. Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels ist „nicht glücklich“ über die Pläne zur Stromtrasse. Der erste Entwurf werde „minutiös beobachtet“. Zunächst einmal wollen Bartels und seine Holzmindener Amtskollegin Angelika Schürzeberg aber ruhig und gelassen die Vorstellung weiterer Varianten möglicher Trassenführungen sowie konkreter Informationen und Unterlagen durch den Netzbetreiber Tennet abwarten. Das haben die beiden Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden gestern in einer gemeinsamen Reaktion auf die Pläne zu einer Trassenführung durch das Weserbergland mitgeteilt. Unglücklich, so Bartels, wäre es, würde neben der vorhandenen Stromtrasse in Grohnde noch eine zweite gebaut werden. Man werde nun prüfen, ob die vorgeschlagene Trassenführung „wirklich die ist, die die geringsten Einschnitte für die Natur bedeutet“.

veröffentlicht am 07.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.03.2014 um 11:48 Uhr

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Grundsätzlich teilen Bartels und Schürzeberg aber die Einschätzung, dass die Schaffung einer Stromtrasse im Zuge der Umsetzung der Energiewende unabdingbar ist. Allerdings müssten die Interessen der betroffenen Gemeinden sachgerecht gebündelt und „letztlich die Trasse mit den geringsten Einschnitten sowohl für Schutzgüter als auch die Wohn- und Landschaftsqualität“ favorisiert werden.

Börrys Bürgermeister Rolf Keller listet in einem Schreiben an die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region jene Nachteile auf, die der „Suedlink“ dem Ilsetal brächte. Seine Einschätzung: „Das ist nicht mehr zumutbar.“ Keller appelliert: „Ich bitte Sie, gemeinsam für eine veränderte Trassenführung zu kämpfen.“nin

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