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Nach Aus für Verkaufspläne der Raabe-Schule könnte Technische Akademie wieder mit Kaserne planen

Zurück zum Bildungscampus?

Hameln. Spätestens seit Montag ist klar, dass das Gebäude der Wilhelm-Raabe-Schule nicht an die Technische Akademie verkauft wird. Dafür rückt der ursprünglich geplante Bildungscampus auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne nun wieder in den Fokus.

veröffentlicht am 05.04.2016 um 14:42 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:18 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Die Befürchtungen waren groß: Nachdem sich der Landkreis im vergangenen September für die Einrichtung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge – und damit gegen den geplanten Bildungscampus – auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne entschieden hatte, war händeringend nach Ausweichflächen für die Elisabeth-Selbert-Schule und die Technische Akademie (TA) gesucht worden. Dass die Selbert-Schule in Hameln aufgrund mangelnder Entfaltungsmöglichkeiten keine Zukunft habe, diese Befürchtung hatte in Rathaus und Politik niemand. Die TA aber, mit weiteren Standorten in Hannover, Hildesheim und Göttingen und als eine der führenden Meisterschulen Deutschlands, hatte durchaus andere Optionen für eine Expansion – und schaute sich bereits „auch an anderen Orten“ um, wie der Vorstandsvorsitzende Werner Thiele im Oktober sagte.

Entsprechend groß war der Aktionismus, als es darum ging, eine Ausweichfläche für die Erweiterung der TA zu finden. So groß, dass zwischenzeitlich sogar ein laufender Schulbetrieb mit knapp 400 Schülern auf dem Spiel stand, als die Stadt der TA das Gebäude der Wilhelm-Raabe-Schule an der Lohstraße anbot. Spätestens seit Montag steht nun fest: Ein Verkauf kommt nicht infrage. Und die TA? Kommentiert die aktuellen Entwicklungen wie gewohnt nicht. Nur soviel: „Der Standort an der Bahnhofstraße bleibt erhalten“, sagte TA-Geschäftsführer Frédéric Philipp Thiele gestern auf Anfrage.

Im Rathaus ist ohnehin spätestens seit letzter Woche der Bildungscampus auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne wieder eine Option. Die Gespräche mit der TA über das Kasernengelände, heißt es, würden nun wieder aufgenommen.

In der Raabe-Schule selbst sei am Dienstag „ein Aufatmen durch das Kollegium gegangen“, berichtet der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Lindner. Schulleiter Werner Schmidt habe den Bericht der Dewezet noch in der Nacht an seine Mitarbeiter verschickt, „die Zeitungsartikel hängen im Lehrerzimmer an den Wänden“, sagt Lindner. „Wir waren alle sehr froh“. Jetzt, sagt er, könne man sich wieder auf den Schulalltag konzentrieren.

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