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„Wir werden auch in Zukunft Kontingente aufnehmen“

Watermann: Kaserne soll Aufnahmeeinrichtung bleiben

Hameln/Aerzen. Uli Watermann, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und SPD-Landtagsabgeordneter, plädiert dafür, die Linsingen-Kaserne weiterhin als Familienerstaufnahme-Einrichtung des Landes zu erhalten. Das erklärte Watermann am Freitagabend auf dem Frühlingsempfang des SPD-Unterbezirks und der Aerzener SPD in der Domänenburg des Fleckens. Watermann stellt sich damit hinter Landrat Tjark Bartels (SPD) und gegen Forderungen von CDU, FDP und Teilen der Grünen, die Linsingen-Kaserne zu einem Bildungs-Campus auszubauen. „Wir werden zwar nicht mehr so viele Flüchtlinge auf einmal bekommen“, erklärte Watermann, „aber wir werden in Zukunft Kontingente aufnehmen und dafür sollten wir nachhaltig die Kaserne vorhalten, um nicht wieder unvorbereitet für die Aufnahme zu sein.“ Es müsse allen klar gemacht werden, „dass wir diese Kapazitäten benötigen“. Das Personal, das im Augenblick nicht in der Kaserne benötigt werde, könne in Kitas und Schulen helfen und die Gemeinden bei der Integrationsarbeit unterstützen. „Wir wollen im Weserbergland wieder mehr Menschen werden“, betonte Watermann mit Blick auf den demografischen Wandel. „Zuwanderung ist dafür eine gute Chance.“

veröffentlicht am 03.04.2016 um 16:50 Uhr
aktualisiert am 17.05.2016 um 16:30 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Auch die Parlamentarische Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller stellte das Flüchtlingsthema und die wichtige Arbeit der ehrenamtlichen Helfer in den Mittelpunkt ihrer Ansprache. Es sei richtig gewesen, dass Deutschland sich mit der Aufnahme der Schutzsuchenden von seiner „warmherzigen Seite“ gezeigt habe. Deutschland habe damit bewiesen, dass es ein „weltoffenes Land“ sei. Doch gelte es jetzt, den Blick auf das Machbare zu richten. Heftig beklagt wurde von „Lömö“ der Terror der Islamisten im Namen einer Religion. „Diese Kräfte dürfen in der politischen Auseinandersetzung nicht das letzte Wort haben“, forderte die SPD-Bundestagsabgeordnete. „Wir werden unsere Werte nicht preisgeben“, betonte sie, „da müssen wir Haltung zeigen.“ Mit Bedauern stellte „Lömö“ fest, dass es in Europa zunehmend nationalistische Tendenzen gebe. Europa sei aber mehr als eine Währungs- und Wirtschaftsgemeinschaft. „Wir sind vor allem eine Wertegemeinschaft, für die wir kämpfen müssen.“ Es gehe jetzt auch um das, „was unsere Gesellschaft zusammenhält“.

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