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Linsingen-Kaserne bis 2018 Flüchtlingsunterkunft?

Update: Landkreis darf über Betriebsverlängerung verhandeln

+++Update 17:10 Uhr+++

Hameln. Der Landkreis Hameln-Pyrmont darf Verhandlungen mit dem Land über eine Verlängerung des Betriebs der Linsingen-Kaserne als Flüchtlingsunterkunft aufnehmen. Der Kreistag votierte mehrheitlich für einen entsprechenden Beschluss. Der Verlängerungsvertrag soll dem Kreisausschuss und dem Kreistag anschließend noch einmal zur Abstimmung vorgelegt werden.

veröffentlicht am 15.03.2016 um 04:55 Uhr
aktualisiert am 17.05.2016 um 16:38 Uhr

Linsingen-Kaserne

Autor:

Andreas Timphaus
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Bleibt die Linsingen-Kaserne bis Ende 2018 eine Flüchtlingunterkunft? Darüber entscheidet der Kreistag in seiner heutigen Sitzung. Die Gruppe FDP/Die Unabhängigen stemmt sich gegen eine Verlängerung. Sie fordert dazu auf, noch ein halbes Jahr mit einer Entscheidung zu warten.

Die Zahl der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge ist seit der Schließung der Balkanroute stark gesunken. Doch momentan kann noch niemand mit Sicherheit sagen, ob es sich nur um eine Verschnaufpause handelt oder ob der Zustrom an Zuwanderern aus Kriegs- und Krisenländern dauerhaft sinken wird.
 Während die Weltpolitik weiter nach einer Lösung sucht, will der Landkreis die Weichen für eine langfristige Nutzung der Linsingen-Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung für Familien stellen. Seit September 2015 sind auf dem Gelände Flüchtlinge untergebracht. Nach dem Willen von Landrat Tjark Bartels soll sich daran in den kommenden zwei Jahren nichts ändern. Der Kreisrat entscheidet in seiner Sitzung am heutigen Dienstag, 15. März, über den Vorschlag, die Verträge mit dem Land über den Betrieb der Einrichtung bis Ende 2018 zu verlängern. Die Kreisverwaltung sieht bei der ehemaligen Kaserne den Vorteil, dass der Landkreis die Zuweisung der Flüchtlinge „selbst steuern“ und dabei Rücksicht auf die Kommunen nehmen könne. Das Land hatte dem Landkreis Anfang Februar mitgeteilt, dass man zumindest mittelfristig nicht auf die Kaserne verzichten könne. An der Süntelstraße können bis zu 1000 Flüchtlinge untergebracht werden – Anfang März war die Einrichtung bei 250 Menschen aber nur zu einem Viertel ausgelastet.
 Die Gruppe FDP/Die Unabhängigen stemmt sich gegen eine Verlängerung. Sie fordert dazu auf, noch ein halbes Jahr mit einer Entscheidung zu warten. Bei einem weiteren Rückgang der Flüchtlingszahlen könnten dann Gespräche eingeleitet werden, um den ursprünglich auf dem Areal geplanten Bildungscampus „doch noch zu verwirklichen.“

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