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Stadt und Landkreis stellen neue Pläne vor

Linsingen-Gelände: Ein großer Park für alle

HAMELN. Noch hält auf weiten Teilen der Kasernenmauern Stacheldraht Besucher vom Betreten des Geländes ab. Schon bald soll hier aber wieder Leben blühen. Vor allem jungen Menschen werden sich künftig auf dem Areal der ehemaligen Linsingen-Kaserne aufhalten

veröffentlicht am 09.02.2017 um 19:16 Uhr
aktualisiert am 14.02.2017 um 18:53 Uhr

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Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Landkreis und Stadt Hameln planen bekanntlich einen gemeinsamen Bildungscampus auf dem Gelände.

Die Pläne werden immer konkreter: Im Zentrum des neuen Hamelner Quartiers wird die Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) in einen Neubau einziehen. Gleich daneben soll ein rund 25 000 Quadratmeter großer Park mit Fuß- und Radwegen angelegt werden. Die ehemalige Kaserne soll in Zukunft kein abgeschlossener Bereich mehr sein: Der sogenannte Quartierspark ist öffentlich für jedermann zugänglich und nimmt rund ein Fünftel der Gesamtfläche des Linsingen-Geländes ein.

Gestern stellten Stadt und Landkreis ihre neuesten Pläne in einer gemeinsamen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der Stadt sowie des Bau- und Schulausschusses des Landkreises vor. Die ESS, die vom Landkreis getragen wird, habe im Mittelpunkt der Planungen gestanden. „Aufbauend auf den Flächenplanungen für die Schule wurde alles Weitere geplant“, erklärte Hamelns Stadtbaurat Hermann Aden. Die neueste Planskizze enthalte genügend Platz um alle von Stadt und Landkreis benötigten Einrichtungen unterzubekommen. Insgesamt stehen rund 125 000 Quadratmeter zur Verfügung.

Aufblühendes Linsingen-Gelände? Nach den neuesten Plänen könnten die beiden ehemaligen Mannschaftsquartiere im Hintergrund erhalten bleiben. Foto: dana
  • Aufblühendes Linsingen-Gelände? Nach den neuesten Plänen könnten die beiden ehemaligen Mannschaftsquartiere im Hintergrund erhalten bleiben. Foto: dana

Nicht alle ehemaligen Militärgebäude sollen dafür abgerissen werden. Drei ehemalige Mannschaftsquartiere bleiben erhalten; hier könnten weitere Bildungseinrichtungen einziehen. Auch das Kino am Rande des Geländes bleibe bestehen. Hier hat sich bereits ein potenzieller Investor gemeldet.

Zwei Optionen befinden sich allerdings noch in der Schwebe: Die Stadt hat ein 8100 Quadratmeter großes Areal für den Neubau des Rathauses eingeplant. Dies allerdings erfordert noch politische Zustimmung. Ob es für den Neubau an einem anderen Standort im Rat der Stadt Hameln eine Mehrheit geben wird, ist offen. Aden formulierte es gestern eher vorsichtig. Dort, wo das Rathaus eingezeichnet ist, gebe es eine städtische „Flächenreserve“. Ein Platzhalter im Plan – mehr erst einmal nicht.

Der Landkreis hingegen hat eine Fläche von gut 13 500 Quadratmetern für den Bau der Handelslehranstalt in die Planskizze miteinbezogen. Noch ist die Berufsschule an der Mühlenstraße beheimatet. Zieht die Einrichtung irgendwann auf das Linsingen-Gelände um, so könnte das freie Gebäude dem Vernehmen nach Erweiterungskapazität für die Hochschule Weserbergland sein, denn diese ist gegenüber der heutigen Handelslehranstalt in der ehemaligen Nudelfabrik untergebracht.

Entschieden ist gewiss noch nichts; das geschieht in den jeweiligen politischen Gremien von Stadt und Landkreis. Doch die Politik muss sich auf eine veränderte Ausgangslage einrichten. Als Landkreis und Stadt im Sommer 2016 für die Nachnutzung der Linsingen-Kaserne einen „Pakt für den Bildungsstandort Hameln“ geschlossen hatten, war geplant, das Gelände in Längsrichtung für die jeweiligen Einrichtungen aufzuteilen. „Suboptimal“, urteilte nun das Planungsbüro Sikma. Es gebe entscheidende Vorteile bei der neuen Variante einer Querteilung: kürzere Wege für alle.

Hermann Aden hofft, dass sich im zweiten Quartal des Jahres eine Einigung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) erzielen lässt. Die Bima ist Eigentümerin der ehemaligen Kaserne – und lässt sich viel Zeit mit der Benennung des endgültigen Kaufpreises.

Zum Themendossier: Was wird aus der Linsingenkaserne?

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