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Platz für Selbert-Schule – und vielleicht die Handelslehranstalt

Kreis will knapp die Hälfte des Linsingen-Areals

Hameln. Der Landkreis Hameln-Pyrmont plant für die Zukunft: War bislang der Kauf eines 27 000 Quadratmeter großen Grundstückes auf dem Gelände der ehemaligen Linsingen-Kaserne angedacht, soll jetzt ein Areal in doppelter Größe erworben werden. Das hat Reinhard Müller jetzt der Politik bekanntgegeben. „Das Gebiet liegt im Süden des Geländes und misst 55 000 Quadratmeter“, sagte der Kreisbaudezernent. 120 000 Quadratmeter groß ist das gesamte Lingen-Areal.

veröffentlicht am 29.01.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Allerdings müsse mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), in deren Besitz sich das Areal befindet, zunächst noch die Frage der Altlastenfreiheit geklärt werden. „Deshalb ist der Kaufvertrag noch nicht über die Bühne gebracht worden. Das sollte eigentlich noch im Jahr 2014 geschehen“, erklärte Müller vor dem Kreisbauausschuss. Zunächst müssten noch Gutachten eingeholt werden. Der Dezernent rechnet damit, dass das Verfahren noch bis mindestens März dauern werde.

Da sich auf dem von der Kreisverwaltung favorisierten Grundstück neben der Sporthalle und Unterkünften auch eine Tankstelle der britischen Streitkräfte, eine Kfz-Grube sowie Öl- und Säurelager befunden haben, solle das Gelände genauer untersucht werden. Deshalb stünden Bohrungen an. „Wir müssen wissen, was im Boden drin ist“, begründete Müller, der jedoch eine Nichtnutzbarkeit des Geländes ausschließt. Es ginge „um harmlose Dinge“, etwa, ob Öl ins Erdreich geflossen ist und um die Untergründe befestigter Flächen. „Das Grundstück ist auf jeden Fall bebaubar, es geht nur um die Kosten“ – denn die müsse die Bima tragen.

Die Entscheidung, den Grundstückserwerb auf die doppelte Größe auszuweiten, begründete der Dezernatsleiter mit „langfristigen Überlegungen“ innerhalb der Kreisverwaltung. So solle nicht nur die Elisabeth-Selbert-Schule auf dem Areal ein neues Domizil finden, sondern es könne auch sein, dass die Hochschule Weserbergland im Falle einer Erweiterung Interesse an den Immobilien der Handeslehranstalt zeigt. Die berufsbildende Schule könnte dann ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Linsingen-Kaserne beheimatet werden. „Insbesondere auch deshalb, weil offen ist, ob die Handelslehranstalt angesichts rückläufiger Schülerzahlen in der Zukunft noch so viel Fläche braucht“, sagte der Dezernatsleiter. Derzeit sei die Möglichkeit für den Landkreis günstig, sich für die Zukunft zu wappnen. „Und wenn sich all diese Pläne zerschlagen sollten, ist das auch kein Problem, denn für das Grundstück wird es immer Interessenten geben“, ist sich Müller sicher.

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  • Der auf der Karte gelb makierte Bereich soll Eigentum des Landkreises werden. Dort könnte neben der Elisabeth-Selbert-Berufsschule eines Tages auch die Handeslehranstalt residieren, heißt es. Landkreis

Diese Kasernengebäude sollen weichen. Dana

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