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7,03 Euro pro Quadratmeter / Gesamtkosten betragen 11 Millionen Euro

Hameln rechnet mit 478 000 Euro fürs Linsingen-Gelände

HAMELN. Jetzt ist die Katze aus dem Sack – der Preis, den die Stadt Hameln für das Gelände Linsingen-Kaserne voraussichtlich zahlen muss, beträgt laut einer Vorlage: 478 358 Euro. Die Summe bezieht sich auf die Areale, die Hameln nutzen möchte. Sie umfassen gut 68 000 Quadratmeter. Unterschrieben ist der Vertrag zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) auf der einen und der Stadt Hameln und dem Landkreis Hameln-Pyrmont auf der anderen Seite jedoch noch nicht.

veröffentlicht am 18.04.2017 um 14:40 Uhr
aktualisiert am 24.04.2017 um 12:38 Uhr

Wenn die Stadt Hameln und der Landkreis ihre Pläne umsetzen, ist von der einstigen Kaserne vermutlich nicht mehr viel wiederzuerkennen. Ein Bildungscampus soll hier entstehen – noch stehen aber nicht alle künftigen Nutzer fest. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Aus diesem Grund will der Landkreis den Preis, den er für die von ihm gewünschte Fläche (etwa 54 000 Quadratmeter) zu zahlen hat, auch noch nicht nennen.

Der Grunderwerb macht für Hameln gerade einmal 4,34 Prozent der Gesamtkosten aus, die von den Stadtplanern für die Entwicklung des Geländes veranschlagt werden: 11 Millionen Euro. In dieser Summe enthalten sind neben den Grunderwerbskosten knapp 890 000 Euro Kosten für Planung, 2,1 Millionen Euro für Gebäudeabrisse und Rückbau von Betonflächen und gut 7,5 Millionen Euro für Baumaßnahmen. Den Kosten stellt die Abteilung für Stadtentwicklung und Planung Einnahmen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro gegenüber, so dass unterm Strich 8,5 Millionen Euro herauskommen, die nicht durch Einnahmen gedeckt sind. Damit liegt diese neue Kostenschätzung 2,8 Millionen Euro über der zuletzt im Jahr 2015 vorgelegten. Die Stadt Hameln würde von den 8,5 Millionen ein Drittel tragen – gut 2,8 Millionen Euro statt der bisher angesetzten 1,9 Millionen Euro. Bund und Land tragen demnach jeweils Kosten in selber Höhe. Die Erhöhung in der mittelfristigen Finanzplanung führt laut Vorlage zu einem Anstieg der Nettoneuverschuldung um 930 000 Euro.

Einen Grund für den Kostenanstieg liegt laut Stadtbaurat Hermann Aden darin, dass die Stadt ursprünglich gar keinen Grunderwerb für sich vorgesehen, sondern „lediglich den Erwerb öffentlicher Flächen beabsichtigt hatte“, wie es in der Vorlage heißt. Nun gehen mit dem Erwerb auch Gebäudeabbrüche einher, die zu Buche schlagen. Ein mögliches Szenario derzeit, die Gebäude neben dem Haupteingang des Geländes an der Süntelstraße stehenzulassen, erzählt Aden. In einem war früher unter anderem das Kasino der Briten untergebracht. Andere Hallen beispielsweise, die im Südwesten des Areals stehen, sollen abgerissen werden.

Ein weiterer Faktor für die höheren Kosten sind laut Verwaltung „gestiegene, zum Teil erstmalig kalkulierbare Planungskosten sowie die Errichtung eines Parkdecks und eines Busbahnhofs“. Geplant sei, einen Busbahnhof im nördlichen Teil des Areals – eventuell – mithilfe von Förderprogrammen zu errichten. Dann würden sich die Kosten für die Stadt entsprechend reduzieren. Gleiches gilt fürs geplante Parkdeck mit 350 Stellplätzen.

Mit Einnahmen rechnet Aden zum einen durch den Verkauf von Gebäuden und Flächen, zum anderen über die Parkplätze. Über die potenziellen Käufer und Interessenten für den Bildungscampus, mit denen die Stadt Hameln in Verhandlung steht, herrscht noch Stillschweigen.


Info: Am Mittwoch, 26. April, befasst sich der Ausschuss für Stadtentwicklung mit der Kostenplanung für die Linsingenkaserne. Beginn ist um 16 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

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