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Pläne von Vasco Hexel für Briten-Gelände – Beteiligte sollen an einen Tisch

Doch noch eine Chance für das Kino?

Hameln. Jetzt also doch: In der Diskussion um das ehemalige britische Kino auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne meldet sich nach der harschen Kritik der vergangenen Tage nun die Stadt zu Wort: In einer Mail an Landrat Tjark Bartels hat sich die Verwaltung für einen gemeinsamen Gesprächstermin mit Vertretern des Landkreises, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der Stadt ausgesprochen. Auch der potenzielle Kino-Investor Vasco Hexel soll nach dem Willen der Verwaltung an dem Gespräch teilnehmen. „Unser Ziel ist es, eine Lösung zu erreichen, um die Kino-Pläne doch noch umsetzen zu können“, bekräftigt Oberbürgermeister Claudio Griese die Haltung der Stadt.

veröffentlicht am 28.03.2016 um 13:32 Uhr
aktualisiert am 06.06.2016 um 18:24 Uhr

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Vorwürfe, bislang habe sich niemand für die Ideen interessiert, sollen offenbar so nicht im Raum stehen bleiben: „Bereits seit Anfang vergangenen Jahres ist Vasco Hexel intensiv durch die Wirtschaftsförderung im Rathaus betreut worden“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Ostermontag, in der Griese weiter zitiert wird: „Wir haben zu jeder Zeit Unterstützung für das Kino-Projekt signalisiert.“ Seitens der Wirtschaftsförderung seien auch Fördermöglichkeiten aufgezeigt und Kontakte zur N-Bank hergestellt worden. „Die Türen standen für Vasco Hexel offen“, so der Rathauschef, der bedauert, dass das Vorhaben mit der Nutzung der Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung ab September 2015 zunächst zum Stillstand gekommen sei.

Aber auch in dieser Phase ist der Gesprächsfaden nach Darstellung Grieses nicht abgerissen: „Unser Team der Wirtschaftsförderung hat Herrn Hexel bereits an jenem Sonntag, an dem die ersten Flüchtlinge auf dem Kasernengelände eintrafen, per Mail über die neue Entwicklung informiert.“ Auch in der Folgezeit habe es immer wieder Kontakt mit Hexel gegeben. Daran möchte der Oberbürgermeister anknüpfen, heißt es. Er geht mit konkreten Erwartungen in das Gespräch: „Wir sollten Wege aufzeigen, unter welchen Voraussetzungen das Kino-Projekt doch noch realisiert werden kann – und zwar mit langfristiger Perspektive.“ Keineswegs dürfe der Eindruck vermittelt werden, Verwaltung und Politik wollten einen engagierten Investor ausbremsen. Die Pläne Hexels seien zwar ambitioniert; Ziel der Stadt müsse es jedoch sein, die gute Idee mit aller Kraft zu unterstützen. Für die Nordstadt, aber auch für Hameln insgesamt bedeuteten die Kino-Pläne eine „große Chance“. Positiv bewertet Griese, dass Bartels bereits die Gesprächsinitiative der Stadt aufgegriffen und einen gemeinsamen Termin befürwortet habe. Wenngleich es in einzelnen Punkten unterschiedliche Ansätze gebe, sieht Griese keine unüberbrückbaren Differenzen zwischen Landkreis und Stadt: „Ich setze auf eine Einigung – im Interesse des Investors, aber auch im Interesse der Stadt Hameln, der ein solches Kinoangebot gut zu Gesicht stehen würde.“ red/hen

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