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Investoren sollen Ideen entwickeln

Wettbewerb fürs Hochzeitshaus

Hameln. Stadtbaurat Hermann Aden brachte es auf den Punkt: „Das Hochzeitshaus soll belebter und erlebbar werden.“ Nachdem sich die „Erlebniswelt Renaissance“ als Pleiteprojekt erwiesen hat, wollen Politik und Verwaltung der Stadt weitere Fehlgriffe vermeiden. Wie soll es also weitergehen? Was ist die beste Lösung für Hamelns zentralstes Gebäude mit seiner langen Geschichte? Der weitere Weg zeichnet sich seit gestern ab – nach ausführlicher Diskussion im Ausschuss für Stadtentwicklung. Dort zog Aden den Beschlussvorschlag seiner Mitarbeiter zurück, erst private Investoren zu suchen, mit ihnen ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept zu erarbeiten und später einen Realisierungswettbewerb „mit namhaften Architekten“ durchzuführen. Stattdessen ist nun geplant, mögliche Interessenten aufzurufen, ihre mit Architekten erarbeiteten Konzepte einzureichen. Diese Einsendungen sollen dann von einem Preisgericht bewertet und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

veröffentlicht am 23.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

Gastronomie soll den Leerstand im Hochzeitshaus beenden. Foto: Wal
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Das Vorgehen entspricht im Wesentlichen dem Antrag der Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigem. Die Details, so vereinbarten die Ratsmitglieder gestern, sollen jetzt ausformuliert und auf der Sitzung des Verwaltungsausschusses in der kommenden Woche beschlossen werden.

In dem Preisgericht könnten ausdrücklich auch Vertreter des Bürgervereins sitzen, der dafür wirbt, im Hochzeitshaus einen Festsaal nach historischem Vorbild unterzubringen. Der Vereinsvorsitzende Helmut Griep betonte vor den Kommunalpolitikern, unter anderem mit Unterstützung des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake könne wissenschaftlich erarbeitet werden, wie der Fest- und Bürgersaal in einem solchen Gebäude einmal ausgesehen haben könnte. Der Raum sollte sich nach Ansicht des Vereins über das erste und zweite Obergeschoss erstrecken – wie sein Vorbild. Griep geht davon aus, dass die Umsetzung nicht bis zum Jubiläumsjahr 2017, wenn das Hochzeitshaus 400 Jahre alt sein wird, zu schaffen ist. Und Stadtbaurat Aden gibt schon einmal vorsorglich zu bedenken, dass eine historisierende Wiederherstellung sicherlich teuer wäre – zum Beispiel wegen der Holzarbeiten – und „nicht in eine wirtschaftliche Tragfähigkeit münden wird“.

Das Innere des Hochzeitshauses ist durch das Haus-im-Haus-System, das für die Erlebniswelt Renaissance eingerichtet wurde, schwer nachnutzbar. Wal

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