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Aber Bürgerverein wartet noch ab

Politik sagt Ja zu Gastronomie im Hochzeitshaus

Hameln. Nach dem ewigen Hin und Her um eine weitere Nutzung des seit der Insolvenz der „Erlebniswelt Renaissance“ leerstehenden Hochzeitshauses ist nun die Marschrichtung klar: Hier soll wieder Gastronomie einziehen. Bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung hatten Politik und Verwaltung um ein Nutzungskonzept gerungen, nachdem die Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen einen Antrag gestellt hatte, wonach dafür private Investoren gesucht werden sollten. Dieser Antrag war noch einmal geringfügig verändert worden. Auf den endgültigen Text haben sich die einzelnen Ratsfraktionen nun im Verwaltungsausschuss (VA) geeinigt.

veröffentlicht am 02.09.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 11:05 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Darin heißt es unter anderem: „Neben der bisherigen Nutzung des Hochzeitshauses als Standesamt sollen das Erdgeschoss und erforderlichenfalls die erste Etage des Hochzeitshauses einer gastronomischen Nutzung und die oberen Stockwerke einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden.“ Die mögliche Einrichtung eines Bürger- oder Festsaales, wie ihn ganz zu Anfang schon die FDP gefordert hatte, solle zwar Bestandteil der Planungen eines Nutzungskonzeptes für das Renaissance-Gebäude sein. Eine finanzielle Zusage der Stadt Hameln zur möglichen Errichtung eines solchen Saales, insbesondere an den eigens dafür gegründeten Bürgerverein, sei hiermit allerdings nicht verbunden. Gastronomie im Hochzeitshaus haben Vertreter des Bürgervereins in den vergangenen Monaten mehrfach entschieden abgelehnt und dabei auf die zu schützende „Würde des Hauses“ verwiesen.

Bei der beabsichtigten gastronomischen Nutzung soll nun ein Investorenwettbewerb ausgelobt werden, haben die Politiker im VA beschlossen. Die Verwaltung soll den Auslobungstext vor dem Wettbewerb dem Fachausschuss vorlegen. Dabei soll insbesondere die räumlich nutzbare Fläche für Gastronomie im gesamten Erdgeschoss und, soweit dann noch erforderlich, die Darstellung etwaiger benötigter Flächenteile im ersten Obergeschoss abgebildet werden. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen anschließend in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden und bewertet werden können. Die notwendigen Kosten, so heißt es weiter, sollen in den Haushalt 2014 eingestellt werden.

Der Bürgerverein mit seinem Vorsitzenden Helmut Griep soll von Anfang an in alle Planungen einbezogen werden, heißt es. Griep hatte im Ausschuss für Stadtentwicklung gesagt, mit Unterstützung des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake könne wissenschaftlich erarbeitet werden, wie ein Fest- und Bürgersaal in einem solchen Gebäude einmal ausgesehen habe dürfte. Er gehe allerdings davon aus, dass die Umsetzung nicht bis zum Jubiläumsjahr 2017, wenn das Hochzeitshaus 400 Jahre alt wird, zu schaffen sei. In dem jetzt vom VA verabschiedeten Beschlusstext heißt es, die Politik stimmte zu, dass der Bürgerverein eine wissenschaftliche Expertise bezüglich der Rekonstruktion eines historischen Saales einhole – sofern der Stadt Hameln dadurch keine Kosten entstünden, lautet die Einschränkung. Griep und seine Mitstreiter – es sind zurzeit etwa 40 – lassen sich dadurch aber keineswegs entmutigen. Ende des Monats, so der Vorsitzende, könne er konkreter werden, was das weitere Vorgehen der Vereins betrifft.

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