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Offenbar kaum Unterschiede bei Brandschutz-Versicherungen

Hochzeitshaus länger nicht zu nutzen?

HAMELN. Die gute Nachricht zuerst: Das Konzert von Uusikuu, das am 17. März ursprünglich im Hochzeitshaus stattfinden sollte, findet statt. Veranstalterin Ute Fehn vom Landschaftsverband teilt mit, dass das Clubkonzert aus der Reihe „Schlägermusik“ nun im Glasraum des Lalu stattfinden wird. Die weniger gute Nachricht: Das Hochzeitshaus könnte womöglich für längere Zeit nicht mehr für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

veröffentlicht am 08.03.2017 um 18:56 Uhr
aktualisiert am 26.05.2017 um 13:11 Uhr

Weil der Brandschutz nicht ausreicht, finden im Hochzeitshaus bis auf Weiteres keine Veranstaltungen mehr statt. Foto: Wal
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Die Stadtverwaltung hatte, wie berichtet, alle Veranstaltungen im Hochzeitshaus bis einschließlich Mai abgesagt, nachdem die „VGH Versicherungen“ befand, dass der Brandschutz in dem 400 Jahre alten Gebäude nicht ausreichend sei. Als Knackpunkt entpuppte sich dabei die deinstallierte Wasserdampfanlage, die nach Auffassung der VGH auch für kleinere Veranstaltungen unerlässlich sei. Die Stadtverwaltung sieht das anders und kündigte an, gegebenenfalls die Versicherung zu wechseln. Ob dies an der Sache jedoch etwas ändern würde, ist fraglich.

Denn wie der „Verband öffentlicher Versicherer“ auf Anfrage mitteilt, bestehen bei den öffentlich-rechtlichen Versicherungen, zu denen auch die VGH zählt, grundsätzlich keine großen Unterschiede hinsichtlich der Brandschutzanforderungen. Die Anforderungen seien „im Wesentlichen gesetzlich vorgegeben“, so Pressesprecher Andreas Meinhardt. Allein in Detailfragen könne es Unterschiede geben. Dies würde bedeuten, dass das Hochzeitshaus für längere Zeit nicht genutzt werden könnte, da zunächst entsprechende Brandschutzmaßnahmen getroffen werden müssten.

Inzwischen liegt auch eine Stellungnahme der VGH vor. „Im Falle des Hochzeitshauses bemühen sich beide Seiten aktuell um eine einvernehmliche und konstruktive Lösung bei der Fortführung des Versicherungsschutzes für das historische Gebäude“, teilt VGH-Pressesprecher Christian Worms mit Verweis auf die „langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung“ mit. „Im Mittelpunkt der nicht abgeschlossenen Diskussionen stehen Anforderungen an den Brand- und Personenschutz, die sich aus der Nutzung des Hochzeitshauses als Veranstaltungsort und einer damit verbundenen Gefahrerhöhung ergeben.“

Zu Vertragsdetails dürfe sich die VGH „insbesondere während laufender Verhandlungen“ aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht öffentlich äußern.

Übrigens: Das Uusikuu-Konzert im „kleinen Lalu“ beginnt um 20 Uhr. Vorab gibt die Tanzschule „Für Sie“ um 19 Uhr eine kostenlose Tanzstunde.

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