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Firma Landwind hat nach Afferde auch „Liethberg“ Bauantrag eingereicht

Wird 2017 das Jahr der Hamelner Windräder?

Hameln. Der Windpark "Liethberg" im Bereich Groß Hilligsfeld wird konkreter: Die Firma Landwind hat nach Angaben der Stadt für diesen Standort acht 3,3-Megawatt-Anlagen beantragt. Der Baubeginn soll im Frühjahr 2017 sein.

veröffentlicht am 14.04.2016 um 16:58 Uhr
aktualisiert am 15.04.2016 um 19:53 Uhr

Acker in Groß Hilligsfeld für Windpark_270_008_7858948_hm112_Gr_H
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Wenn die Hamelner im kommenden Sommer auf Radtour gehen oder die B 217 entlangfahren, dürfte ihnen die Landschaft zuweilen etwas fremd erscheinen. Denn die Firma Landwind geht jetzt in die Vollen: Nachdem das Unternehmen bereits den Bau einer Anlage in Afferde beantragt hat, wurde nun auch für das Gebiet Windpark am Liethberg nachgezogen. Landwind – ein Unternehmen aus Gevensleben (Landkreis Helmstedt) – will im Bereich Groß Hilligsfeld acht 3,3-Megawatt-Anlagen bauen und hat dafür nun auch einen förmlichen Antrag bei der Stadt eingereicht. Vorausgegangen war eine „avifaunistische Untersuchung“, die die in der Region vorkommenden Vogelarten in den Blick nimmt.
Nach Informationen aus dem Rathaus handelt es sich bei dem geplanten Projekt am Liethberg um Anlagen der Firma Nordex mit einer Nabenhöhe von 134 Metern. Der Rotordurchmesser beträgt 131 Meter, die Anlagen erreichen eine Gesamthöhe von zirka 200 Metern – genauso wie die zwei geplanten Anlagen in Afferde. Für die zweite Anlage hat dort die Firma Windmühlenkontor aus Lemgo den Bau beantragt, Ende des Jahres wurde dies aber von der Stadt abgelehnt – wegen unvollständiger Antragsunterlagen. Windmühlenkontor hatte allerdings Widerspruch gegen die Ablehnung eingelegt. Bis der Streit abschließend geklärt ist, muss der Platz noch vorgehalten werden.
Wenn es nach dem Investor Landwind geht, könnte jedenfalls das Bauprojekt am Liethberg im Frühjahr beziehungsweise Sommer 2017 starten. In Afferde soll im Frühjahr mit dem Bau gestartet werden. Wo sich am Ende nun tatsächlich das erste Windrad drehen wird, ist noch offen. Noch würden alle Unterlagen bei der Stadt geprüft, teilt Landwind-Sprecherin Stefanie Mertz mit. „Das nimmt noch eine Zeit in Anspruch.“ Eine Prognose, wo zuerst mit dem Bau begonnen werde, sei daher nicht möglich. Wie viel das Unternehmen in den Windpark Liethberg investiert, konnte gestern nicht mitgeteilt werden. Landwind scheint mittlerweile wie eine Art Platzhirsch unter den Windrad-Investoren. Neben den Coppenbrügger Anlagen wollte das Unternehmen ursprünglich auch noch auf Bad Münderaner Boden drei weitere Windräder errichten – direkt angrenzend an das Hamelner Gebiet Liethberg. Weil das betreffende Gebiet zum Schutz des Schwarzstorchs verkleinert wurde, bietet es nun aber nur noch Platz für zwei Anlagen. 

 

Pläne werden auf der städtischen Homepage veröffentlicht

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  • Foto: wal


Die Stadt will das Verfahren am Liethberg mit einer groß angelegten Bürgerbeteiligung begleiten: Alle Antragsunterlagen und Pläne sollen in Kürze auf der städtischen Homepage hameln.de veröffentlicht werden; hinzu kommt die förmliche Auslegung der Planunterlagen. Am Ende steht ein öffentlicher Erörterungstermin.
Hameln hatte 2014 die zwei Vorranggebiete für Windkraftanlagen in Afferde und Groß Hilligsfeld ausgewiesen. Die ausgewiesenen Bereiche entsprechen einer Fläche von etwa 1,2 Prozent des Stadtgebiets. Damit war die Stadt den Vorgaben des Landes nachgekommen.

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