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Ruhe trügt: Investor weiterhin interessiert

Windstille in Rohrsen?

Hameln. Es wurde bereits viel diskutiert und auch protestiert: Bei Rohrsen und Afferde sollte – so schien es sich abzuzeichnen – Hamelns erste Windkraftanlagen errichtet werden. Bereits 2011 hatte das Unternehmen Windmühlenkontor aus Lemgo einen „immissionsrechtlichen Vorbescheid“ für zwei Windräder an dieser Stelle erstritten. Inzwischen ist die Fläche an der B1 zwar – nach jahrelangem Ringen – als städtisches Vorranggebiet ausgewiesen, doch von den erwarteten oder befürchteten 200-Meter-Anlagen ist weiterhin nichts zu sehen. Sind die Pläne bereits vom Winde verweht?

veröffentlicht am 12.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Nein. Beim Windmühlenkontor gibt man sich zwar gegenüber der Presse schon seit Jahren grundsätzlich wortkarg, dass weiterhin Interesse besteht, bestätigen die Ostwestfalen dann aber doch. „Das Genehmigungsverfahren läuft“, sagt auch Rohrsens Ortsvorsteher Jobst-Werner Brüggemann (CDU), „aber zögerlich“, ergänzt er ohne Bedauern. Brüggemann hatte sich gegen die Windräder starkgemacht. Doch auch von seiner Initiative „Gegenwind am Düth“ war schon lange nichts mehr zu hören.

Man habe sich rechtlich beraten lassen, berichtet Brüggemann: 30 000 Euro hätten er und seine Mitstreiter demnach aufbringen müssen, um Gegengutachten erstellen zu lassen und dann juristisch gegen die Windkraftpläne vorzugehen. Geld, das die Windkraftgegner in Rohrsen und Afferde nicht aufbringen konnten oder wollten.

Aktuell bemüht sich das Unternehmen Windmühlenkontor auch darum, in Emmerthal Anlagen zu errichten. Noch laufen dort juristische Auseinandersetzungen. „Es ist ein zähes Geschäft mit der Windkraft“, seufzt Töns Nagel-Held vom Windmühlenkontor. Rohrsens Ortsbürgermeister stört das nicht – im Gegenteil: „Ich hoffe“, sagt Brüggemann, „dass sich das Verfahren noch lange hinzieht.“

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