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Neues Spaßbad ist vom Tisch – dafür investiert die Stadt 600 000 Euro ins Hallenbad

Schluss mit lustig

Hameln. Kein Spaßbad für Hameln: Stattdessen wird in das Hallenbad Einsiedlerbach investiert. Vorerst auch nur in das Dach; ob es Whirpool, Sauna und Riesenrutsche geben wird und wie der Spaß künftig in Hameln einziges Hallenbad kommt – dazu macht die Verwaltung derzeit keine Angaben.

veröffentlicht am 14.10.2015 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 07.03.2016 um 08:33 Uhr

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Autor:

von Hans-Joachim Weiß und Karen Klages

Der Spaß geht baden. Denn der Neubau eines Spaßbades für Hameln ist vom Tisch. Es wird auch keine Therme wie in Bad Pyrmont oder Salzhemmendorf geben. Stattdessen investiert die Stadt in das Hallenbad Einsiedlerbach: allerdings vorerst nur 600 000 Euro in ein neues Dach und das auch erst im Jahr 2017. Mit dieser Entscheidung kommt zwar Bewegung in das Thema Bäderkonzept – doch geht sie in die richtige Richtung? Wie kommt künftig der Spaß ins Schwimmbad? Sauna, Whirpool, Riesenrutsche – bevor dies in Hamelns einzigem Hallenbad Realität werden könnte stehen noch notwendige Sanierungen in die Technik an.

Der Stadtverwaltung sind in diesen Tagen keine Details zum weiteren Vorgehen im Hallenbad Einsiedlerbach zu entlocken: Im Gespräch ist allerdings eher nicht die große Spaßvariante, sondern die kleinere und wohl kostengünstigere Lösung eines reinen Hallenbades. Rat und Verwaltung wollen aber auch die Frage klären lassen, wie die Flächen rund um das Bad optimal ausgenutzt werden könnten – Stichwort Kombibad. Oberbürgermeister Claudio Griese weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass damit keine Entscheidung über die anderen Hamelner Bäder, Südbad und Waldbad Sünteltal, getroffen werden könne. „Allerdings wollen wir auch die Voraussetzungen für eine Änderung der Rechtsform untersuchen und vorbereiten“, sagt der Oberbürgermeister. Möglich wäre eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) oder eine eigene Bädergesellschaft. Als potenzieller Investor und Betriebsführer waren in der Vergangenheit immer wieder die Stadtwerke Hameln im Gespräch. Doch die müssen passen: Im Gegensatz zum Gesellschaftsvertrag anderer Stadtwerke in anderen Städten sei der Betrieb von Bädern kein Bestandteil des Gesellschaftsvertrags. „Das gehört somit nicht zu unserem Aufgabengebiet“, heißt es von den Stadtwerken.

Wie genau es mit dem Hallenbad Einsiedlerbach weitergeht, soll im November geklärt werden. Dann möchte die Verwaltung der Politik die Aspekte rund um die Sanierung und Finanzierung vorstellen. Damit ist Claudio Griese ein Jahr nach seinem Amtsantritt als Oberbürgermeister zumindest einen Schritt weiter in Sachen Bäderkonzept. Dass das Thema aktuell relevant ist, liegt unter anderem auch am Kommunalen Investitionsprogramm, behördliche Abkürzung „KIP“, das die Bundesregierung im Sommer auf den Weg gebracht hat. Das Land Niedersachsen hat die Fördervorgaben weitestgehend übernommen und den Zuschuss für Städte und Gemeinden, die vom Abzug der Briten betroffen sind, erhöht. Rund zwei Millionen Euro fließen aus diesem Programm in Hamelner Projekte, eins davon ist die Sanierung des Hallenbaddachs, die rund 600 000 Euro kosten wird.

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