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Neubau oder Sanierung? Das darf erst der neue Stadtrat entscheiden

Rathaus-Frage bleibt unbeantwortet

veröffentlicht am 25.08.2016 um 14:22 Uhr
aktualisiert am 29.08.2016 um 14:02 Uhr

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Autor:

Christian Vogelbein

In seiner letzten Sitzung hat der Noch-Rat einem Antrag der CDU-Fraktion knapp zugestimmt, das Thema zu schieben. Dabei gab es auch Gründe, es nicht zu tun – und eine Entscheidung sofort zu treffen.

Die CDU begründet ihren Antrag mit zu vielen offenen Fragen. Man wolle aber vor allem den Abschluss der Prüfaufträge abwarten, heißt es in dem Antrag. Demnach soll die Verwaltung weitere Standortalternativen ermitteln und die Raumbedarfsanalyse überarbeiten. Demnach sei keiner der bisher benannten Standorte – Rathaus und Hochzeitshaus – „für die CDU-Fraktion entscheidungsreif“. Bei einer erneuten Überprüfung des Raumbedarfs sollen insbesondere die „Attraktivität des Arbeitsplatzes“ und „optimale Arbeitsabläufe“ berücksichtigt werden. Erst zum Ende der Prüfung soll erneut politisch entschieden werden.

Die SPD sprach sich klar gegen den Antrag auf Verschiebung und weiterhin klar für eine Sanierung des Rathauses aus. „Wir beschäftigen uns schon über mehrere Jahre im Rat mit dem Thema Rathaus“, sagte Fraktionschef Wilfried Binder.

Dass endlich eine Entscheidung her müsse, forderten auch die Grünen. „Wir diskutieren seit sechs Jahren“, erinnerte Jürgen Mackenthun.

Die FDP-Fraktion und unterstützte die Verschiebung. „Wir können das heute nicht entscheiden“, sagte Hans Wilhelm Güsgen. Zu viele Faktoren seien noch nicht klar. „Lasst uns das auf den nächsten Rat verschieben“, so sein Wunsch. Am Ende war die Entscheidung denkbar knapp: 20 Stimmen sagten Ja zum CDU-Antrag, 19 Nein, bei einer Enthaltung. Damit wird die Zukunft des Rathauses Aufgabe des neuen Rates sein, der nach der Kommunalwahl am 11. September erstmals wieder im Oktober zusammenkommt.

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