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Musikschule als Standortfaktor

Auf die Frage, ob sich Hameln den Betrieb einer Musikschule noch leisten könne, antwortet Ursula Wehrmann: „Ich sage klar und deutlich Ja!“ Die Grünen-Fraktionsvorsitzende erklärt, dass sie „unheimlich stolz“ auf die JMS sei. „Die Stadt braucht kulturelle Angebote. Das sind weiche Standortfaktoren. So können wir bei jungen Familien werben“, meint Wehrmann. Die Musikschule sei, anders als die Hamelner Bäder, deren Auslagerung im vergangenen Jahr beschlossen wurde, unter dem Dach der Stadt richtig aufgehoben. „Es gehen immer weniger Menschen schwimmen, aber da sehe ich in puncto Unterricht eher die Schulen in der Pflicht“, sagt die Fraktionsvorsitzende.

veröffentlicht am 22.03.2016 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 23.03.2016 um 07:39 Uhr

Dass die Musikschule zahlreiche Talente hervorgebracht hat, unterstreicht Tanja Brodtmann, Vorsitzende des JMS-Fördervereins. „Die Musikschule verfügt über viele Solisten und vielfältige Ensembles, nicht zuletzt das sogar international erfolgreiche Musikschulorchester, die das kulturelle Leben der Stadt und des Umlandes durch häufige regelmäßige Auftritte, Vorspiele und Konzerte bereichern.“ Musikschüler erreichten jedes Jahr große Erfolge beim Regional-Wettbewerb „Jugend musiziert“, viele errängen Preise im Landes- und auch im Bundeswettbewerb. „Erst in diesem Frühjahr haben wieder zwei Hamelner Schülerinnen bei den Probespielen in Wolfenbüttel die Aufnahme in das Niedersächsische Landesjugendorchester geschafft“, sagt sie.

In Hameln würden kontinuierlicher Unterricht gewährleistet und Talente individuell gefördert – „und das dank des städtischen Engagements unabhängig von Herkunft und Elterneinkommen“, sagt die Vorsitzende. Die Musikschule habe in den über 40 Jahren ihres Bestehens einen positiven Einfluss auf viele Tausende Kinder und Jugendliche gehabt und sei deshalb für das „gesellschaftliche und kulturelle Leben“ unbezahlbar, sagt Brodtmann.at

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