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Stadt will Freikarten für Kulturveranstaltungen an die Hamelner Tafel abgeben

Kunst, Musik und Tanz für sozial Schwächere

Hameln. Schon seit 2010 erhalten sozial schwächere Menschen die Möglichkeit, in die Welt von Shakespeare, Goethe und Co. einzutauchen. Das Theater stellt der Hamelner Tafel regelmäßig Freikarten zur Verfügung. Dies soll künftig auch für städtische Veranstaltungen gelten – wenn der Ausschuss zustimmt.

veröffentlicht am 03.02.2016 um 16:11 Uhr
aktualisiert am 03.03.2016 um 08:47 Uhr

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Autor:

Andreas Timphaus

„Wir wollen Menschen, die sich einen Theaterbesuch finanziell nicht leisten können, einen Zugang zu Kultur ermöglichen“, erklärt Theatersprecherin Ilka Voß die Hintergründe der Idee, die ursprünglich von Leiterin Dorothee Starke stammt.

Das Angebot kommt gut an, wie auch Bernd Timm, Vorsitzende der Hamelner Tafel, bestätigt: „Die Freikarten sind eine gute Ergänzung zu unserer Essensausgabe und regelmäßig vergriffen. Frau Starke hatte einen guten Einfall.“ Die Idee soll nun auch auf andere städtische Kulturveranstaltungen erweitert werden. Im Ausschuss für Familie und Kultur wird am Donnerstag, 11. Februar, über den Vorschlag entschieden, ob künftig jede Abteilung der Stadt anlassbezogen darüber entscheiden kann, Freikarten an die Tafel abzugeben. „Ein Richtwert liegt bei circa einem Prozent des zur Verfügung stehenden Platzkontingents“, heißt es in der Vorlage. Stadtsprecherin Janine Herrmann erklärt: „Es kann sich um Veranstaltungen im Regenbogen, Kinderspielhaus, Stadtbücherei, Museum oder der Jugendmusikschule handeln.“ Das Verfahren soll in Abstimmung mit der Tafel ab dem 1. April sechs Monate erprobt und anschließend modifiziert oder beibehalten werden.

Auch in der Sumpfblume und anderen Kultureinrichtungen der Weserstadt existieren Bestrebungen, ein entsprechendes Angebot einzurichten. Sumpfblume-Geschäftsführerin Linda Meier sagt: „Ja, wir haben diesen Plan. Bislang konnten wir es aber noch nicht umsetzen. Im März könnte eine Entscheidung fallen.“ Diesen Schritt würde Timm begrüßen. „In der Sumpfblume gibt es musikalische Veranstaltungen. Und viele unserer Kunden verstehen die Gespräche nicht so gut. Deshalb ist Musik sehr beliebt“, sagt er.

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Mehr als nur Essensausgabe: Die Stadt will das Freikarten-Angebot für die Tafel auch auf andere kulturelle Veranstaltungen ausweiten.dpa

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