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Großprojekt Hameln 2030 – Bürger reichen 2239 Ideen ein

So soll Hameln in 14 Jahren aussehen

HAMELN. Mitdenken, mitgestalten. Das dürfen die Bürger beim Projekt Hameln 2030. Die Frage, wie Hameln in 14 Jahren aussehen könnte oder sollte, hat viele inspiriert. 2239 Beiträge sind eingegangen, aus denen 105 Projektvorschläge entwickelt wurden. Ganz oben auf der Wunschliste sind Projekte mit Bezug zum Wasser.

veröffentlicht am 12.12.2016 um 14:19 Uhr
aktualisiert am 13.06.2017 um 11:40 Uhr

Den Hafen touristisch erschließen und stärker ins Stadtbild einbinden - ein wichtiger Schritt, um die Flußlage attraktiver zu machen. Foto: Dana
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite

Kein Wunder: Hameln verfügt über 300 Hektar Wasserfläche, bei deren Nutzung noch viel Luft nach oben ist. Viele meinen, das Potenzial von Weser, Tündern-See und Hamel werde nicht ausgenutzt. Ein weiteres großes Thema: der Wegzug der Jungen. Die, die fortgehen um zu studieren oder zu arbeiten, kommen immer seltener zurück in die Region. Deshalb stehen Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene ganz oben auf der Wunschliste. Wir haben aus der Vielfalt der Beiträge einige auffällige herausgesucht oder auch zusammengefasst. Eine subjektive Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Baden am Weserufer

Die Ideen für Projekte am Wasser sind so vielfältig wie Sandkörner am Badestrand, den sich viele Bürger vorstellen könnten. Besonders das Upnor-Gelände an der Fischbecker Landstraße, wo das ehemalige britische Militär-Regiment mit seinen Amphibienfahrzeugen in die Weser setzte, inspirierte die Bürger. Mehr Nähe zum Fluss wird immer wieder gewünscht. Besonders gut kam übrigens die Idee eines Badestrandes nach dem Vorbild der Lügder Auenlandschaft an.

Auf der Task im Hafen werden immer mal wieder Konzerte und Partys gefeiert - die Hamelner wünschen sich mehr Ausgehmöglichkeiten. Foto: Dana
  • Auf der Task im Hafen werden immer mal wieder Konzerte und Partys gefeiert - die Hamelner wünschen sich mehr Ausgehmöglichkeiten. Foto: Dana
Laternen, die die Rattenfängersage erzählen - eine ungewöhnliche aber spannende Idee. Foto: Dana
  • Laternen, die die Rattenfängersage erzählen - eine ungewöhnliche aber spannende Idee. Foto: Dana
Mehr Studenten in der Stadt. Das würde nicht nur das Stadtbild verändern. Foto: Dana
  • Mehr Studenten in der Stadt. Das würde nicht nur das Stadtbild verändern. Foto: Dana

Mehr Kneipen und Clubs

„Es gibt ja kaum Auswahl“. Dieser Vorwurf ist oft zu hören, wenn es um Kneipen und Clubs geht – insbesondere von jungen Leuten. Ideen, um diese Lücke zu füllen, gibt es viele: An eine Kneipenmeile, in der sich das Nachtleben konzentriert wird gedacht. oder an ungewöhnliche Orte für Clubs, wie zum Beispiel die Weserbrücke oder der Hafen. Eine Schnittmenge bilden sie vielleicht mit dem Wunsch nach „coolen Orten“, zum Beispiel Leerständen, an denen der Kreativität freier Lauf gelassen werden kann.

Der Wihelmsplatz

Im Fokus steht auch das Dreieck Deisterstraße, Wilhelmsplatz und Hamel. Neben der Weser immer etwas stiefmütterlich behandelt, könnte auch an der Hamel eine Promenade entstehen. Für den Wilhelmsplatz mit seiner Insel im Zentrum gibt es die Idee von Begegnungsstätten – wenn der Bereich weitestgehend verkehrsberuhigt gestaltet würde.

Eigene Uni

Ein altes Thema und trotzdem topaktuell: Der Wunsch nach einer Universität. Ob die Erweiterung der schon bestehenden Hochschule Weserbergland, die Gründung einer neuen Universität oder die Einrichtung von Außenposten: Von der Entwicklung des Bildungsstandortes versprechen sich die Bürger einen Schub für Wirtschaft und Möglichkeiten für junge Menschen.

Sprich, Laterne!

Die Idee der flüsternden Straßenlaternen zählt sicherlich zu den ungewöhnlichsten im ganzen Wettbewerb. Aber auch zu den charmantesten: Wie gut würde es zu Hameln passen, wenn man zur Dämmerung unter einer schmiedeeisernen Laterne stände, aus der plötzlich die Sage vom Rattenfänger erklingt - erzählt mit leiser, rauer Stimme, irgendwo an der Weser.

Das soll so bleiben!

Nicht alles ist dem Wunsch nach Veränderung unterworfen: Einige Orte gibt es, von denen die Planer nach Meinung der Teilnehmer am besten die Finger lassen sollten: Der Bürgergarten (es wird sogar ein zweiter gewünscht), das Südbad, dessen Zukunft auf der Kippe steht, und der Klütwald sollen möglichst in ihrer heutigen Form erhalten bleiben. Auch die Hamelner Altstadt wird von sehr vielen Teilnehmern aufgrund ihres Stadtbildes und ihrer Zentrumsfunktion als positiv bewertet.

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