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Bürgermeister erwartet bis zum Jahresende weitere 100 Flüchtlinge in Bad Münder

„Wir vertragen mehr Menschen“

Bad Münder. Derzeit gibt es 142 Asylbewerber in Bad Münder. In den vergangenen zwölf Monaten wurden allein etwa 100 Flüchtlinge in der Kurstadt aufgenommen. Nach der aktuellen Zuweisungsquote könnte sich diese Zahl bis zum Jahresende verdoppeln, wie Bürgermeister Hartmut Büttner im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte.

veröffentlicht am 21.09.2015 um 18:08 Uhr
aktualisiert am 12.10.2015 um 18:09 Uhr

Autor:

Mira Colic

Bad Münder. Derzeit gibt es 142 Asylbewerber in Bad Münder. In den vergangenen zwölf Monaten wurden allein etwa 100 Flüchtlinge in der Kurstadt aufgenommen. Nach der aktuellen Zuweisungsquote könnte sich diese Zahl bis zum Jahresende verdoppeln, wie Bürgermeister Hartmut Büttner im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte.
 In der Linsingenkaserne in Hameln sind derzeit knapp 700 Flüchtlinge untergebracht. Landrat Tjark Bartels hat mit Hannover vereinbart, 1050 Flüchtlinge im Kreisgebiet unterzubringen. Dazu betreibt der Landkreis eine Familien-Erstaufnahmeeinrichtung in der Kaserne. Ab dem 1. November soll ein Teil dieser Menschen auf die Städte und Gemeinden verteilt werden, so Büttners Kenntnisstand.
 Der Bürgermeister, der sich am Freitag erstmals selbst ein Bild von der Situation in der Kaserne gemacht hat, sieht in diesen neuen Strukturen auch Vorteile für die Stadt: „Jetzt ist eine bessere Abstimmung möglich, sodass die Zuweisungen nicht mehr so kurzfristig erfolgen, wie das bisher manchmal der Fall war.“ Gleichzeitig mit der hohen Zahl an Neubürgern würden jedoch die Herausforderungen für Ehren- und Hauptamtliche wachsen.
 Innerhalb der Verwaltung werde deswegen jetzt geprüft, inwieweit die Organisationsstrukturen optimiert werden müssten. „Ich gehe davon aus, dass auch hier Veränderungen anstehen.“ Von einer dezentralen Unterbringung möchte Büttner zum jetzigen Zeitpunkt trotz der steigenden Zahlen jedoch nicht abweichen. Es stünden noch genügend Wohnungen zur Verfügung.
 Die Stadt habe die nötige Infrastruktur, ist Büttner überzeugt: „Wir vertragen mehr Menschen. Wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass sich die Gesellschaft verändern wird.“
 Dies möchte er jedoch als Chance für die Zukunft ländliche Regionen verstanden wissen. Bisher seien die Zeichen in allen Bereichen sehr „ermutigend“, sagt Büttner und verweist auf das „Fest der Kulturen“ in Eimbeckhausen und das große ehrenamtliche Engagement. Große Bereicherung für de Stadt sei das gute Netzwerk zwischen den Einrichtungen.

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