weather-image
Flüchtlinge loben Unterbringung, äußern aber Sorgen um Familienzuzug

Sigmar Gabriel zu Besuch in der Linsingen Kaserne

veröffentlicht am 01.02.2016 um 10:18 Uhr
aktualisiert am 06.09.2016 um 12:48 Uhr

Vize-Kanzler Sigmar Gabriel im Gespräch mit Flüchtlingen. Das Medieninteresse ist groß. Foto: fh

Hameln. Hinter verschlossenen Türen hat sich Vize-Bundeskanzler Sigmar Gabriel (SPD) heute Früh mit Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese, Landrat Tjark Bartels und den Abgeordneten aus Land- und Bundestag beraten. Gabriel war von 9 bis 10.30 Uhr zu Besuch in der Hamelner Erstaufnahmeeinrichtung in der Linsingen-Kaserne. Nach dem „Spitzengespräch“ traf sich Gabriel mit einer Delegation von Flüchtlingen. 

Der Ältesten Rat lobte die Unterbringung in der Kaserne, „es fehlt uns an nichts“, die Betreuung sei hervorragend. Ein Lob sprach er auch an Deutschland für die Bewältigung der Flüchtlingskrise aus.

Sorgen bereitet den Flüchtlingen vor allem das Thema Asylantrag. Teilweise dauere es Monate, ohne zu wissen, ob man eine Bleibeperspektive habe. Gabriel versprach in Hameln sich für eine Beschleunigung der Bearbeitung einzusetzen. „Die Zeit ist definitiv zu lang“, so Gabriel. Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller sagte der Dewezet: „Eine überlange Wartezeit ist vertane Integrationszeit“.

Vize-Kanzler Sigmar Gabriel im Gespräch mit Flüchtlingen. Das Medi
  • Vize-Kanzler Sigmar Gabriel im Gespräch mit Flüchtlingen. Das Medieninteresse ist groß. Foto: fh
Vize-Kanzler Sigmar Gabriel im Gespräch mit Flüchtlingen. Das Medi
  • Vize-Kanzler Sigmar Gabriel im Gespräch mit Flüchtlingen. Das Medieninteresse ist groß. Foto: fh

Nach der Verschärfung des Asylrechts treibt die Bewohner der Linsingen-Kaserne auch die Sorge um den Nachzug von Familienangehörigen um. Gabriel versuchte zu beruhigen: „Das betrifft nur einen kleinen Teil.“

Der zuvor angekündigte Besuch der Kinderbetreuung entfiel.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare