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Am Montagabend erreichen 194 Hilfesuchende Hameln

Schon bald 800 Flüchtlinge in Linsingen-Kaserne?

Hameln (ube). Das Warten hat ein Ende: In der Hamelner Linsingen-Kaserne sind am Montagabend 194 weitere Flüchtlinge eingetroffen. Die Hilfesuchenden waren von München ins Weserbergland gebracht worden. Damit hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die seit Sonntagabend an der Süntelstraße untergebracht wurden, auf 287 erhöht.

veröffentlicht am 07.09.2015 um 18:38 Uhr
aktualisiert am 17.05.2016 um 17:02 Uhr

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Landrat Tjark Bartels schließt nicht aus, dass in den kommenden Wochen 500 weitere Flüchtlinge kommen werden. Das sagte er im Gespräch mit der Dewezet.

Bereits am Sonntag waren 93 Flüchtlinge in Hameln eingetroffen. Mehr als 17 Stunden hatten  Helfer des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und des THW auf die  Flüchtlinge gewartet. Sie sollten eigentlich bereits um 4 Uhr morgens Hameln erreichen.

Auch Tjark Bartels hat viele Stunden auf die Flüchtlinge gewartet. Diejenigen, die bereits am Sonntagabend angekommen sind, begrüßen ihn freundlich, halten die Daumen hoch und bitten den Landrat um Hilfe. Da ist der 74-jährige Hami, der seine Familie in Dänemark wiedersehen möchte. Bartels macht sich Notizen, fotografiert den Pass des alten Mannes – und verspricht, zu helfen.

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  • Ankunft der Flüchtlinge am Montagabend in der Linsingen-Kaserne in Hameln. Foto: ube
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  • Ankunft der Flüchtlinge am Montagabend in der Linsingen-Kaserne in Hameln. Foto: ube
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  • Ankunft der Flüchtlinge am Montagabend in der Linsingen-Kaserne in Hameln. Foto: ube
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  • Ankunft der Flüchtlinge am Montagabend in der Linsingen-Kaserne in Hameln. Foto: ube
Auf dem Geländer der Linsingen-Kaserne eist alles für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet. Foto: ube
  • Auf dem Geländer der Linsingen-Kaserne eist alles für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet. Foto: ube
Landrat Tjark Bartels ist auch vor Ort. Foto: ube
  • Landrat Tjark Bartels ist auch vor Ort. Foto: ube
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Auf dem Geländer der Linsingen-Kaserne eist alles für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet. Foto: ube
Landrat Tjark Bartels ist auch vor Ort. Foto: ube

Die Flüchtlinge, mit denen wir gesprochen haben, sind froh, endlich in Frieden leben zu können. Ohne Angst vor Krieg und Terror. Eine Gruppe junger Männer spielt Fußball. Die jungen Syrer lachen, sind ausgelassen und fröhlich. Einen Moment lang vergessen sie, dass sie vor Not und Elend geflüchtet sind.

Als am Abend endlich die Busse ankommen, gibt es ein unerwartetes Problem. Eine Gruppe Männer weigert sich, aus dem Reisebus zu steigen. Sie wollen nach Hannover, zeigen auf ein handgeschriebenes Blatt Papier, auf dem Hannover als Ziel steht. Doch der Busfahrer beteuert, dass er Hameln ansteuern soll. Landrat Bartels spricht auf Englisch mit den irritierten Menschen. Es gelingt ihm schließlich, die Flüchtlinge zu beruhigen.

Zahlreiche Menschen bringen Kleiderspenden in die Kaserne. Eine Welle der Hilfsbereitschaft rollt durch Stadt und Land.

Das Rote Kreuz sucht derweil Ärzte, die freiwillig bei der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge mithelfen wollen. Telefon: 05151/941694.

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