weather-image
11°
Stadt erwartet bis Ende März weitere 116 Asylsuchende / Interesse an langfristigen Mietverträgen vorhanden

Kleider und Sachspenden für Flüchtlinge erbeten

Bad Pyrmont. Die Zuweisung von Flüchtlingen in die Kommunen hält weiter an, so auch in Bad Pyrmont. „Im ersten Quartal 2016 werden mindestens 116 Personen erwartet“, berichtet die zuständige Fachbereichsleiterin Sabine Jösten.

veröffentlicht am 05.01.2016 um 16:21 Uhr
aktualisiert am 20.01.2016 um 12:05 Uhr

Daraus resultiert, dass auch der Bedarf an Kleider- und weiteren Sachspenden daher ungebrochen bleibt. Die Helferinnen und Helfer der Spendenannahmestelle in der Rathausstraße 7 haben daher mit Unterstützung der Stadt Bad Pyrmont darum gebeten, gut erhaltene Winterkleidung für Herren, Damen und insbesondere auch für Kinder abzugeben. Benötigt werden auch warme Winterschuhe.

„Nach Weihnachten dürften auch viele Kinderzimmer mit neuen Spielsachen gefüllt sein, sodass älteres Spielzeug abgegeben werden könnte“, vermutet Jösten. Besonders großer Bedarf bestehe bei Kleinkinderspielzeug, sogenannten Matchbox-Autos und Puppen, Puppenwagen und Ähnliches. „Auch Schulranzen und Rucksäcke für die ersten Schul- und Kindergartentage unserer kleinen Neubürgerinnen und Neubürger werden gern angenommen.“ Die Spendenannahme ist geöffnet am Dienstag, 12. Januar, in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr. Die Helferinnen und Helfer freuen sich auf Spenden, die vor Ort für die nächste Spendenausgabe sortiert und eingeräumt werden.

Ende vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Klaus Blome einen Aufruf gestartet, Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Das Angebot des Landkreises, langfristige Mietverträge anzubieten, hat laut Jösten dazu geführt, dass demnächst Verträge für zwei Häuser mit mehreren Wohnungen unterschrieben werden. Außerdem gebe es Interessenten, die sich überlegen, eine Immobilie speziell für diesen Zweck zu kaufen. Die Eigentümer müssten in der Regel aber in diese Wohnungen investieren, so Jösten. „Außerdem haben wir eine ganze Reihe von ganz normalen Mietwohnungen angeboten bekommen.“

Langfristig bedeute das aber angesichts der weiteren Zuweisungen keine Entspannung. „Wir benötigen darum weiterhin Wohnungen in jeder Größe“, appelliert die Fachbereichsleiterin an die Eigentümer.

Zurzeit sind in Bad Pyrmont 242 Asylsuchende untergebracht. Laut Stadtverwaltung hat es in der Kurstadt bislang noch keine Abschiebungen gegeben, wohl aber angesichts des wenig erfolgversprechenden Asylgesuchs einige freiwillige Ausreisen. Damit kann auch eine Wiedereinreisesperre vermieden werden, um einen erneuten Anlauf zu nehmen.uk

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare