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In der Gemeinde Coppenbrügge können Flüchtlinge ab 1. Oktober auf Ein-Euro-Basis arbeiten

Im Dienst der Allgemeinheit

Coppenbrügge (eaw). Die Zahl der Flüchtlinge wird in der Gemeinde Coppenbrügge bis zum Ende des Jahres auf knapp 100 steigen. Nach Angaben der Verwaltung gibt es keine Probleme, auch die weiteren Asylbewerber angemessen unterzubringen. Ein Teil von ihnen darf ab Donnerstag, 1. Oktober, gemeinnützig arbeiten.

veröffentlicht am 30.09.2015 um 18:27 Uhr
aktualisiert am 07.10.2015 um 17:26 Uhr

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„Die fühlen sich bei uns sauwohl, wie in einer Wohngemeinschaft“, betont Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka, als er auf die Flüchtlingssituation im Bereich der Gemeinde Coppenbrügge verweist. „Die Hilfe der Bevölkerung war und ist überwältigend und verdient unseren Respekt und Dank“, lobt der Gemeindebürgermeister. Bis zum Jahresende werde die Zahl der Flüchtlinge im Flecken auf knapp 100 anwachsen. Erfreulich sei, dass sich auch für die noch kommenden Asylbewerber angemessener Wohnraum in ausreichendem Umfang finden lasse.

Gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung informiert der Gemeindebürgermeister die Mitglieder des Ortsrates Coppenbrügge über die aktuelle Flüchtlingssituation in der Gemeinde – im Anschluss daran erhalten die Mitglieder des Ortsrates Bisperode den aktuellen Sachstandsbericht. Peschka: „Wir sind im Bereich Wohnraum auf einem guten Weg. Die Lage der Flüchtlinge stellt sich in Coppenbrügge allgemein sehr positiv dar.“

Die Integration über sportliche Aktivitäten sei ebenfalls gut vorangekommen, berichtet Ortsbürgermeisterin Karin Dröge. Alle sportlich aktiven Flüchtlinge seien mit Sportanzügen und Schuhen gut ausgestattet worden und hätten sich unter anderem in der 1. Herren der Spielgemeinschaft Marienau-Coppenbrügge-Diedersen engagiert. Dröge erinnert in diesem Zusammenhang an einen Info-Abend mit einer Dolmetscherin, durch den letztlich die Weichen in eine positive Richtung gestellt worden seien. „Alles hat sich gut entwickelt.“

Nach der Willkommensphase will man in der Gemeinde jetzt die zweite Stufe der Integration in Angriff nehmen. Peschka: „Wir haben in den Diskussionen m Rahmen der Runden Tische schon festgestellt, dass die Neubürger nicht den ganzen Tag beschäftigungslos herumsitzen sollten.“ Nichts zu tun haben und Langeweile schieben sei nicht förderlich. Ab Donnerstag, 1. Oktober, wird deshalb eine Initiative gestartet, in der 15 bis 17 Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben wird, gemeinnützige Aufgaben zu erledigen. Betreut werden die Flüchtlinge dabei von der jeweiligen Dorfgemeinschaft. „Wir beginnen damit im Flecken und gehen dann in die Dörfer“, so der Gemeindebürgermeister. Es gebe eine Fülle an Aufgaben, die man nun auch mit der Hilfe der Flüchtlinge erledigen wolle. Jeweils vier bis fünf Stunden täglich können die Flüchtlinge nun auf Ein-Euro-Basis gemeinnützig arbeiten. Warum man ihnen eigentlich keinen Mindestlohn zahle, will ein Ortsratsmitglied wissen. „Es handelt sich um keine gewerbliche Beschäftigung, sondern um eine gemeinnützige Arbeit analog zur bei uns üblichen Sozialhilfe“, erklärt Peschka den Hintergrund. Die Verwaltung wird am Donnerstag, 1. Oktober, auch im Ortsrat Brünnighausen und im Kulturausschuss über die aktuelle Flüchtlingssituation berichten. Der Ortsrat tagt um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Herkensen, der Kulturausschuss um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Bessingen. Im Ortsrat Brünnighausen wird die Verwaltung außerdem einen Sachstandsbericht zum Thema Windkraft geben.

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