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Hilfsorganisationen danken Arbeitgebern für Freistellung von Mitarbeitern

Appell an den guten Willen

Hameln. In der Linsingen-Kaserne sind inzwischen 670 Flüchtlinge aus Europa, Asien und Afrika untergebracht worden. Hunderte Helfer von DRK, Feuerwehr und THW sind seit mehr als einer Woche im Einsatz. Viele Arbeitgeber haben Mitarbeiter, die ehrenamtlich für Hilfsorganisationen tätig sind, freigestellt, ohne dazu verpflichtet zu sein.

veröffentlicht am 14.09.2015 um 18:28 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Hameln. In der Linsingen-Kaserne sind inzwischen 670 Flüchtlinge aus Europa, Asien und Afrika untergebracht worden. Hunderte Helfer von DRK, Feuerwehr und THW sind seit mehr als einer Woche im Einsatz. Viele Arbeitgeber haben Mitarbeiter, die ehrenamtlich für Hilfsorganisationen tätig sind, freigestellt, ohne dazu verpflichtet zu sein. Stadtbrandmeister Gerhard Rathing und der stellvertretende DRK-Kreisbereitschaftsleiter Michael Bretzing sind den Firmenchefs „außerordentlich dankbar“ dafür. Doch: Obwohl Verdienstausfall bezahlt werde, nehme die Bereitschaft, Angestellte für die Flüchtlingshilfe weiter freizustellen, leider ab, erzählt Bretzing. Er und Rathing appellieren deshalb an den Goodwill der Arbeitgeber. Noch voraussichtlich bis Sonntag würden Freiwillige in der Notunterkunft dringend benötigt, sagt Bretzing. Allein das Rote Kreuz hat in Hameln bislang etwa 400 Helfer aus mehreren Kreisverbänden eingesetzt – viele davon mehrmals. Auch 250 Feuerwehrleute und 30 THW-Helfer haben schon Hilfe geleistet. In der ehemaligen Kaserne gibt es sogar eine eigene Feuerwache, die rund um die Uhr besetzt ist. Über 100 Freiwillige – allen voran aus Hameln – stellen den Brandschutz sicher. Inzwischen haben die Ortswehren Tündern, Klein Berkel, Hilligsfeld, Afferde, Holtensen und Welliehausen die Schichten der Hamelner Ortswehr übernommen, wurden vom THW und von der Feuerwehr Handlöscher aufgehängt und Rauchmelder installiert. „Solange die Brandmeldeanlage nicht überall funktioniert, bleibt die Sicherheitswache bestehen“, sagt Rathing.

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