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„Aktion Mensch“ unterstützt das AIBP-Projekt „Willkommen“

179 000 Euro für Fortbildung von Flüchtlingshelfern

BAD PYRMONT. Das Projekt „Willkommen“ zur Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern der Flüchtlingshilfe in Bad Pyrmont von „Arbeit und Integration Bad Pyrmont“ (AIBP) wird mit 179000 Euro von der „Aktion Mensch“ finanziert. Einen entsprechenden Antrag aus Bad Pyrmont hat die Sozialorganisation jetzt bewilligt.

veröffentlicht am 06.07.2016 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 12.07.2016 um 12:21 Uhr

Autor:

Hans-Ulrich Kilian

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bauen als Lotsen oder Paten wichtige Brücken für geflüchtete Menschen in die deutsche Gesellschaft. Mit einem neuen, dreijährigen Projekt will der Verein Arbeit und Integration Bad Pyrmont (AIBP) für die Freiwilligen eine Struktur aufbauen, damit sie professionelle Begleitung und Hilfe bei ihrer Tätigkeit erhalten. „Das Projekt wird sie in die Lage versetzen, für Geflüchtete mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Bad Pyrmont und in die Nachbar-Kommunen Emmerthal und Aerzen zu erreichen“, so Ulrike Pfaff von der in Bonn ansässigen „Aktion Mensch“.

Das Angebot reicht von regelmäßigen Treffen zum Erfahrungsaustausch, über spezielle Fortbildungen bis hin zur Supervision, um wichtige Erlebnisse der ehrenamtlichen Tätigkeit regelmäßig zu reflektieren. Die Initiatoren möchten weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfern für die Arbeit mit geflüchteten Menschen und für die Öffentlichkeitsarbeit zur Festigung einer Willkommenskultur in Bad Pyrmont gewinnen. Auch die Koordinierung von bestehenden Angeboten des örtlichen Netzwerkes Flüchtlingshilfe gehört zu den Zielen des Projekts.

„Die Finanzierung wird in Teilen über drei Jahre gewährt“, so die Sprecherin. Mit der Zuwendung kann die AIBP mit Sicherheit zufrieden sein, bewegt sie sich doch im oberen Drittel des Förderspektrums, denn maximal gewährt die Aktion Mensch Summen in Höhe von 250 000 Euro. Die AIBP muss die Verwendung dokumentieren und nachweisen. „Wir möchten schon genau wissen, was aus unserem Geld wird“, so Ulrike Pfaff.

Die „Aktion Mensch“ ist eine 1964 auf Initiative des Zweiten Deutschen Fernsehens entstandene Sozialorganisation, die sich durch Lotterieeinnahmen finanziert. Sie setzt sich mit ihrer Soziallotterie, ihrer Förderung und ihrer Aufklärung für die Umsetzung von Inklusion, das heißt der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft, ein.

Gemeinnützige Organisationen, die ähnliche Ideen zu inklusiven Projekten umsetzen möchten, können bei der Aktion Mensch finanzielle Unterstützung beantragen. Informationen dazu gibt es unter www.aktion-mensch.de/foerderung.

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