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Sanierungsprogramm reicht von neuem Dach über Brandschutz bis zu LED-Beleuchtungen

Vier Millionen für Hamelns Schulen

Hameln. Sie geben sich die Klinke in die Hand: Mit dem letzten Schulgong sind die Schüler in die Ferien gegangen und haben den Handwerkern das Feld überlassen. Und die haben in den nächsten Wochen eine Menge zu tun, denn insgesamt investiert die Stadt vier Millionen Euro in Sanierungs- und Renovierungsarbeiten an Hamelns Schulen und Sporthallen. Schwerpunkt ist in diesem Jahr das Viktoria-Luise-Gymnasium.

veröffentlicht am 04.07.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 10:07 Uhr

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Allein 1,5 Millionen Euro sind für Arbeiten am Vikilu eingeplant. Größter Posten: die Instandsetzung von vier Fachunterrichtsräumen für insgesamt 684 000 Euro. Auch die Sanierung des Daches ist aufwendig und mit 365 000 Euro kostspielig. Weitere Gelder sind für die Installation von Sicherheitsbeleuchtung und einer neuen Elektroverteilung im Vikilu veranschlagt, zudem wird die elektroakustische Alarmierungsanlage instand gesetzt. „Der Handlungsbedarf im Bereich des Brandschutzes und der Sicherheit steigt stetig an, auch aufgrund aktueller Geschehnisse wie Amokläufen in Schulen oder großen Bränden in öffentlichen Einrichtungen“, sagt Sonja Fricke, Leiterin der Abteilung „Zentrale Gebäudewirtschaft“ im Rathaus. Der Sicherheit diene auch der Anbau eines Fluchttreppenhauses am Vikilu für 73 000 Euro. Im Laufe des Jahres sollen auch das Schiller-Gymnasium und die Grundschule Afferde mit Fluchttreppenhäusern versehen werden. Ein neues Brandschutzkonzept wird im Albert-Einstein-Gymnasium umgesetzt. Die Kosten dafür beziffert die Stadt mit 130 000 Euro.

Aufwendig seien die Arbeiten an der Wilhelm-Raabe-Realschule. Für die Sanierung des Daches, der Fassade und der Fenster des Hausmeisterhauses fielen Aufwendungen von 204 000 Euro an. An der Basbergschule und der Grundschule Hastenbeck müssen die Heizungsanlagen erneuert werden – für 228 000 Euro. „Positiv ist, dass wir hierfür eine Förderung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau erhalten“, freut sich Sonja Fricke.

Die Toilettensanierung in der Grundschule Klein Berkel erfordert 91 000 Euro. Dach- und Fassadenarbeiten an der Grundschule Tündern lässt sich die Stadt 232 000 Euro kosten. Für Maßnahmen an der Sporthalle des Schiller-Gymnasiums hält die Verwaltung 472 000 Euro bereit. Dazu gehören ein verbesserter Brandschutz, die Erneuerung der Beleuchtung einschließlich der abgehängten Decke und die Installation einer Alarmierungsanlage sowie die Erneuerung der Warmwasserbereitung.

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  • Auch an der Sporthalle der Theodor-Heus-Realschule haben die Instandsetzungsarbeiten bereits begonnen. Dana

Modernisierungen der Sporthallen in Afferde und der Theodor-Heuss-Realschule schlagen zusammen mit 830 000 Euro zu Buche. In den Hallen werden Leuchten ausgetauscht, Alarmierungsanlagen in Betrieb genommen und die Flucht- und Rettungswege neu ausgeschildert. Die Sporthalle Klein Berkel wird mit neuer Warmwasserbereitung versehen.

Um den Schulen zu ermöglichen, Kinder mit Behinderungen aufzunehmen, sind im Haushalt Mittel in Höhe von 250 000 Euro bereitgestellt. „Da die Anforderungen bei jedem Kind anders sind, müssen wir schnell reagieren können, dafür sind die zur Verfügung stehenden Mittel sehr wichtig“, erläutert Sonja Fricke. Je nach Bedarf sei der Einbau von Treppenliften oder Behinderten-WCs möglich, ebenso wie der Einbau akustischer Hilfen bei Hörproblemen oder die Schaffung farblicher Markierungen an Treppen und Türen bei Sehbehinderungen. Hintergrund: Zum neuen Schuljahr beginnt in Niedersachsen die sogenannte Inklusion, nach der behinderte Kinder verstärkt in die Regelschulen einbezogen werden sollen.

Die Stadt Hameln engagiert sich zudem weiter für den Klimaschutz. Deshalb erhalten die Sporthallen des Schiller-Gymnasiums, der Theodor-Heuss-Realschule und der Grundschule Afferde in den Sommerferien eine völlig neue Lichttechnik. „LED-Leuchten lassen sich deutlich effizienter betreiben als die herkömmlichen Leuchtstofflampen. Schon nach spätestens neun Jahren haben sich die Investitionskosten amortisiert“, sagt Thorsten Helms von der Abteilung „Zentrale Gebäudewirtschaft“ der Stadt, der mit spitzer Feder eine jährliche Ersparnis von 300 000 Kilowattstunden Strom und damit rund 66 000 Euro pro Jahr errechnet hat. HW

Am Vikilu laufen derzeit mit dem Gerüstaufbau die Vorarbeiten für die erforderliche Dachsanierung. Insgesamt 1,5 Millionen Euro investiert die Stadt in die Instandsetzung des Gymnasiums.Dana

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