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Mindestens vier Immobilien sollen neuen Besitzer finden / Erlös für Haushaltskosolidierung

Stadt verkauft ihre Gebäude

Hameln. Was macht man, wenn die Haushaltskasse leer ist, man aber Pflichtaufgaben zu erfüllen hat? Im Zweifelsfall verscherbelt man sein Tafelsilber – soweit vorhanden, jedenfalls. Nicht anders reagiert die Stadt Hameln: Angesichts leerer Kassen versucht sie zurzeit, verschiedene stadteigene Gebäude an den Mann zu bringen, um damit einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten.

veröffentlicht am 06.05.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 24.05.2013 um 13:18 Uhr

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Autor:

Christa Koch

Prominentestes Beispiel ist das Lückingsche Haus in der Wendenstraße, ein Kleinord der Hamelner Altstadtsanierung, das allerdings wegen unsachgemäßer Restaurierung Anfang des neuen Jahrtausends erneut saniert werden musste. Gerade mal 294 000 Euro verlangt die Stadt für diese Immobilie – geradezu ein Schnäppchen, sollte man meinen.

Für Schlagzeilen sorgte in der vergangenen Woche die Tatsache, dass die Stadt Hameln auch die Walkemühle verkaufen will. Zurzeit ist hier (seit etwa zwei Jahren) der Verein „Freiraum“ untergebracht – ein soziokulturelles Angebot für junge Leute. Zu Ende Oktober hatte der Verein, wie bereits berichtet, die Kündigung erhalten, Teile der Politik suchen jetzt nach Lösungen für einen Alternativ-Standort. Freiraum selbst hat Engagement und auch Geld in die Immobilie investiert und erwägt sogar, sie selbst zu kaufen, sofern die notwendigen Mittel (eventuell auch über Sponsoren) aufgebracht werden können. Der Wert des Gebäudes wird derzeit noch von Gutachtern ermittelt.

Damit aber nicht genug: Auf der Verkaufsliste der Verwaltung stehen auch zwei ehemalige Schulgebäude, die nicht mehr benötigt werden: In Afferde soll die frühere Schule in der St.-Georg-Straße verkauft werden, und zwar für 159 000 Euro. In Haverbeck steht ebenfalls ein Gebäude zum Verkauf, nämlich das in der Dorfstraße 4 stehende Zweifamilienhaus, gegenüber der alten Schule. Kosten: 93 000 Euro. Demnächst sollen noch weitere Immobilien verkauft werden – welche, das bedarf laut Stadtsprecher Thomas Wahmes aber noch der internen Abstimmung.

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