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Ortsrat meint: Stadt stellt kaum finanzielle Mittel zur Verfügung

Nur wenig Spielraum

Wehrbergen. „Bei 120 Millionen Euro im Haushalt bleibt für Wehrbergen nicht gerade viel übrig“, stellte Ortsbürgermeister Karsten Meyerhoff (CDU) fest. Für das nächste Jahr sind gerade mal 900 Euro an finanziellen Mitteln vorgesehen. In Wehrbergen sei es somit nicht anders als in den anderen Orten, weitere Wünsche seien zunächst einmal abgelehnt worden.

veröffentlicht am 10.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 17:39 Uhr

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Nach dem derzeitigen Stand der Haushaltsplanungen seien für die Ortschaft Wehrbergen neben den 900 Euro, über die der Ortsrat verfügen kann, erst im Jahr 2017 Gelder für ein neues Feuerwehrfahrzeug vorgesehen, berichtete Lena Mikolajewski von der Abteilung Finanzen dem Ortsrat. Für 130 000 Euro soll dann das jetzige Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) durch ein TFS-W, ein Fahrzeug mit fest eingebautem Wassertank, ersetzt werden.

Gefordert hatte der Ortsrat aber auch Gelder für die Sanierung der Radwege von der Wehrberger Warte kommend und im Bereich Pappelallee in Richtung Fischbeck. Hierzu ließ die Abteilung für Verkehrsplanung und Straßenwesen der Stadt Hameln über Lena Mikolajewski mitteilen, dass es bekannt sei, dass die Wurzeln der Bäume den Radweg teilweise beschädigen. Der Wegbereich müsse um die Bäume herum aufgearbeitet und umgestaltet werden. Diese Arbeiten seien in das Unterhaltungsprogramm aufgenommen worden. Auch beim Radweg Richtung Fischbeck sollen die Verkehrssicherheit überprüft und Mängel beseitigt werden. Aus Sicht des Ortsrates eine zufriedenstellende Lösung.

Anderes sieht es jedoch bei der Stützmauer an der Weser am Ende des Fährweges aus. Für eine Sanierung hatte der Ortsrat Gelder beantragt. Die Stadt geht aber davon aus, dass es sich um eine sogenannte Grundstückseinfriedung handelt und somit die Anlieger zuständig seien. Man habe keine Verträge oder Regelungen gefunden, die etwas anderes aufzeigen. Die Verwaltung könnte ihre Meinung ändern, falls man doch noch fündig würde. Ortsbürgermeister Karsten Meyerhoff wandte jedoch sogleich ein, er habe recherchiert „und festgestellt, dass die Grundstücke beim Anlegen einer Wasserentnahmestelle für die Feuerwehr 1972 von der Gemeinde erworben wurden, daher jetzt im städtischen Besitz seien müssten. Dazu gibt es auch noch Grenzsteine“. Bei einem Ortstermin mit der zuständigen Abteilung soll diese Frage nun geklärt werden.

Gelder für eine neue Tischtennisplatte am Dorfgemeinschaftshaus wurden indes abgelehnt. Auch für einen neuen Kühlschrank gibt es keine städtischen Mittel, da die „Zentrale Gebäudewirtschaft“ keine Notwendigkeit sieht, das Dorfgemeinschaftshaus über ein übliches Maß hinaus auszustatten. Bei einem Kühlschrank seien schon die Betriebskosten ein zusätzlicher Aufwand. „Dann beantrage ich aber, den Herd aus dem Jahr 1986, bei dem Kochplatten und der Backofen nicht mehr richtig funktionieren, durch einen neuen zu ersetzen“, erklärt Karsten Meyerhoff. Der Forderung schloss sich der Ortsrat einstimmig an. Der Haushaltsentwurf wurde mit Einschränkungen akzeptiert.

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