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Instandsetzung der Feuerwehrhäuser: Opposition signalisiert Zustimmung für verschlankten Fahrplan

Geht es auch günstiger?

Hameln. 7,5 Millionen Euro schweben im Raum, doch die Politik ist geschlossen davon überzeugt, dass es auch billiger geht. Diese Maximal-Summe hat die Verwaltung errechnet, um die zwölf Hamelner Feuerwehrhäuser auf einen aktuellen Stand zu bringen. Eine Investition in diese Gebäude ist erforderlich, weil der Gesetzgeber die Normen erhöht hat (wir berichteten bereits).

veröffentlicht am 25.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 10:07 Uhr

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Heute nun will der Rat, der um 18 Uhr im Weserbergland-Zentrum zusammentritt, den Fahrplan verabschieden. Dieser sieht drei Blöcke mit vier, fünf und drei Gerätehäusern vor, die jeweils innerhalb von fünf Jahren abgearbeitet werden sollen. Ursprünglich hatte die Verwaltung vier Blöcke über jeweils fünf Jahre vorgeschlagen.

Schon im Ausschuss für Recht und Sicherheit wurde einstimmig beschlossen, dass 100 000 Euro für dringend erforderliche Maßnahmen sowie 90 000 Euro für Planungskosten in den Haushalt 2014 eingestellt werden. An diesen Beträgen soll sich auch nichts ändern. Allerdings hat die aus CDU, Grünen und Unabhängigem bestehende Mehrheitsgruppe jetzt ihren bereits angekündigten „Konkretisierungsantrag“ formuliert, der ebenfalls heute zur Abstimmung steht.

In dem Papier wird die Verwaltung gebeten, die Kosten für den ersten Block unter der Prämisse der Absenkung der Standards zu ermitteln und bei den jeweiligen Ortswehren den bereits in Aussicht gestellten Anteil der Eigenleistungen zu klären. Zudem fordert die Gruppe eine Bereisung von Nachbargemeinden, die bereits kostengünstige Um- oder Neubauten an ihren Feuerwehrhäusern vorgenommen haben. Claudio Griese (CDU) nennt als Beispiele Groß Berkel, Lauenau oder Ronnenberg. „Dort wurden Fahrzeugbereiche in Leichtbauweise errichtet, die Sozialräume massiv – eine Methodik, die ich mir auch für Hameln vorstellen kann, um die Kosten zu drücken“, sagt der Gruppensprecher, der weiteres Sparpotenzial in der Herabsetzung der Standards sieht. „Das bedeutet bei der Instandsetzung Verzicht auf Duschen und Stellplätze“, erläutert der Christdemokrat.

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In diesem Punkt allerdings ist bislang unklar, ob das auch die SPD-Fraktion mittragen wird. „Wir müssen erst noch klären, ob ein solcher Verzicht rechtlich überhaupt haltbar ist, denn wenn das nicht rechtskonform ist, gehen wir nicht mit“, sagt Wilfried Binder, der die SPD in der Arbeitsgruppe „Feuerwehrhäuser“ vertritt. Grundsätzlich aber finden die Pläne der Mehrheitsgruppe die Unterstützung der oppositionellen Sozialdemokraten und Liberalen. Wilfried Binder: „Wichtig ist, dass jetzt endlich angepackt wird.“

Großprojekt Hamelner Feuerwehrhäuser. Oben (v.li.): Tündern, Halvestorf, Hastenbeck und Haverbeck; Mitte: Unsen, Holtensen, Rohrsen und Welliehausen; unten: Klein Berkel, Afferde, Wehrbergen und Hilligsfeld.

Dana/Wal

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