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Linsingen-Kaserne als Standort interessant / Osnabrücker Kollegen gelten als Vorbild

Neue Bleibe für Straßenbaubehörde?

Hameln. Es ist das größte bebaute Areal der Briten, das ab nächstem Jahr leer steht – die Linsingen-Kaserne. Überraschend schnell klopften bei der Stadt Interessenten für eine Nachnutzung an. Darunter auch die Hamelner Niederlassung der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

veröffentlicht am 15.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.08.2013 um 15:44 Uhr

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VON ANDREA TIEDEMANN

„Wir haben Interesse, das Gelände anzuschauen“, sagt Leiter Markus Brockmann. Ein Termin zur Besichtigung sei für die zweite Septemberwoche geplant – gemeinsam mit der Polizei, die ebenfalls darüber nachdenkt, auf das Gelände zu ziehen (wir berichteten). Auch wenn deren Gebäude in der Loh- und Zentralstraße gerade saniert wurden, möchte die Polizei sich ein Bild vom Zuschnitt und Zustand der Gebäude hinter dem Kasernentor machen.

Genauso geht es auch Brockmann. Für ihn gibt es zudem ein gelungenes Vorbild: Seine Kollegen aus Osnabrück haben bereits Erfahrungen mit Arbeitsplätzen auf einem ehemaligen Militärgelände gemacht. Der Standort Mercatorstraße war dort früher die General-Martini-Kaserne. „Die Kasernen-Räume in Hameln sind von der Natur her identisch“, so Brockmann. Schließlich seien die Grundabmessungen der Gebäude sehr ähnlich. Daher habe er bereits eine Vorstellung, was auf ihn und seine Mitarbeiter im Fall eines Umzugs zukomme. Bei der Besichtigung gehe es daher vor allem darum, einen Eindruck von der Bausubstanz zu gewinnen.

Derzeit sind Brockmanns Mitarbeiter am Standort Roseplatz/Klütstraße untergebracht – „landeseigene Gebäude“, wie er erklärt. Doch den Bedürfnissen der Behörde entsprächen sie nicht. „Die Räumlichkeiten sind eigentlich nicht passend“, sagt Brockmann. Der Grund dafür liege darin, dass einige Arbeitsplätze ursprünglich Wohnräume gewesen und daher nicht wie Büros zugeschnitten seien. In einigen Bereichen sitze man „beengt“. Wichtig sei zudem, so Brockmann, dass genügend Platz für Aktenkeller zur Verfügung stünde – wegen der vielen Planfeststellungspläne, die eingelagert werden müssten.

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  • Das Gebäude am Roseplatz ist für die Mitarbeiter der Straßenbaubehörde nach ihren Angaben zum Teil ungeeignet. Wal

Die Straßenbaubehörde benötigt Raum für 95 Arbeitsplätze plus Aktenarchiv – dafür dürfte die 12,3 Hektar große Linsingen-Kaserne genügend Platz bieten. Neben Polizei und Straßenbaubehörde gehören auch die Technische Akademie sowie der Landkreis mit der Elisabeth-Selbert-Schule zu den möglichen künftigen Nutzern der Kaserne. Ob es am Ende tatsächlich ein Bildungs- und Behördenzentrum geben wird, ist aber noch offen. Die Stadt hat sich noch nicht festgelegt, wie das Gebäude genutzt werden soll.

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