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Reservisten im Wettstreit auf dem ehemaligen Übungsgelände der britischen Flusspioniere an der Fischbecker Landstraße

Hoffentlich können wir das Gelände noch lange nutzen

Hameln. „Wenn jemand ins Wasser fällt, den fischen wir raus“, versichern Lutz Döhring und Rolf Kütemeier. Die beiden Senioren im olivfarbenen Sturmboot „Barbarossa“ überwachen die Teilnehmer des großen Schlauchbootwettbewerbs der Hamelner Reservisten. Der findet bereits zum 24. Mal auf dem ehemaligen Übungsgelände der britischen Flusspioniere an der Fischbecker Landstraße statt.

veröffentlicht am 25.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 18:16 Uhr

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„Eine echte Traditionsveranstaltung“, so Kreisorganisationsleiter Christian Günther. Der Oberstleutnant der Reserve leitet die Geschicke der Kreisgruppe Weserbergland von Bückeburg aus und ist erleichtert darüber, dass die Vorbereitungen diesmal weit weniger kompliziert sind als in den Vorjahren. „Da mussten wir immer einen Vorlauf von mindestens fünf Monaten einplanen, denn es war ein Antrag auf Nutzung des Geländes bei den Briten in Paderborn zu stellen. Jetzt reicht ein Antrag beim neuen Eigentümer, der Bundes-Immobiliengesellschaft.“

Rund 35 bis 40 Teilnehmer wollen an diesem Samstag beim Schlauchbootwettkampf ihre Kräfte messen. „Wir haben zwei etwa 150 Kilo schwere Zweierboote und einen Vierer im Einsatz. Die Zweier sind Eigentum der Reservistenkameradschaft Hameln I, den Vierer hat uns die Feuerwehr Klein Berkel zur Verfügung gestellt“, erklärt Erich Wittrock, der Vorsitzende der Hamelner Reservistenkameradschaft. Vorbei seien die Zeiten, da auf Bundeswehrmaterial zurückgegriffen werden konnte, bedauert Christian Günther. „Die hat solche Boote kaum noch, auch wenn das Übersetzen über Gewässer noch auf dem Bundeswehr-Ausbildungsplan steht.“ Ein kombinierter Übungsablauf zu Wasser und zu Land ist zu absolvieren. „Es geht die Weser runter, an der gegenüberliegenden Seite muss angelandet und ein Ball eingeladen werden, dann wieder aufs andere Ufer und einen Verletzten bergen und transportieren, ehe es in den kleinen Hafen geht, wo ausgestiegen werden muss, um dann im Laufschritt den Weg zurück zu Start und Ziel zu machen. Da kann man ganz schön aus der Puste kommen“, versichert Erich Wittrock. „Das Gelände ist einfach super. Wir hoffen, dass wir das noch lange nutzen können“, wünschen sich Christian Günther und der aus Celle angereiste stellvertretende Landesvorsitzende des Reservistenverbandes, Hans-Joachim Stegemeier. Am Abend ist dann auf einer mitten auf der Wiese aufgebauten Großleinwand „Frontkino“ angesagt. „Beim Grillen gibt’s ein paar Filme mit militärischen Themen. Das gehört einfach dazu“, stellt Teilnehmer Manfred Pietsch klar.

Weitere Fotos im Internet unter dewezet.de

Mit Kind und Kegel – die Reservisten an und auf der Weser. In einem Boot sitzen Christian Günther (vorne li.), dahinter Erich Wittrock,

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stellvertretender Landesvorsitzender und Hans-Joachim Stegemeier (hi.rechts).

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