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Wie das Sünteltal dem Briten-Abzug begegnen könnte

„Der Wald wird Wald bleiben“

Sünteltal. Der Abzug der britischen Streitkräfte im Sommer 2014 bedeutet auch für das Sünteltal, insbesondere im Bereich der Ortschaften Holtensen und Welliehausen, dass Militärflächen frei werden und neu genutzt werden könnten. Der städtische Fachbereichsleiter Volker Mohr (Planen und Bauen) gab einen Überblick über die Flächen, stellte aber fest: „So gravierende Auswirkungen wie im Stadtgebiet wird es hier nicht geben.“

veröffentlicht am 11.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.08.2013 um 15:39 Uhr

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Autor:

friedrich-Wilhelm Thies

Mohr erläuterte die verschiedenen Stufen zur Umnutzung der vorhandenen Flächen. Wichtig war ihm, darauf hinzuweisen, dass man die Bürger eng in die Planungen mit einbinden wolle und für Ideen und Vorschläge dankbar sei. In der nächsten Phase sollen zunächst alle Flächen gleichwertig betrachtet, über weitere Nutzungen nachgedacht, aber auch Finanzierungen abgeklopft werden. Für das Sünteltal verwies er auf drei Flächen: Zum einen gibt es dort die Schießanlage Holtensen an der Holtenser Landstraße (K 1). Diese ist laut Mohr in einem guten Zustand. Ein Teil des Geländes wird zudem von einer Reservistengemeinschaft genutzt. Hier könnte er sich vorstellen, dass sich vielleicht ein privater Verein findet, der die weitere Nutzung übernimmt. Dann könnte das Gelände auch von der Polizei weiter in Anspruch genommen werden. Weiterhin könnte sich der Stadtplaner gut vorstellen, dass dort Bogenschießen als Hobby ausgeübt wird. Er stellte aber deutlich fest: „Die Stadt wird das Gelände nicht kaufen. Das müsste schon ein Verein übernehmen.“

Eine weitere Fläche ist das Übungsgelände westlich von Welliehausen oberhalb der Pötzer Landwehr. Eigentlich 27 Hektar groß, wobei aber nur sechs Hektar auf städtischem Gebiet liegen (der Großteil gehört zu Hessisch Oldendorf). Hier gibt es laut Mohr derzeit keine Pläne zur Nutzung. Das bedeutet laut Ortsbürgermeisterin Bettina Schultze aber auch, dass das Gelände über Jahre hinweg ungenutzt und damit brach daliegen könnte. Dann gibt es noch eine rund 118 Hektar große Waldfläche nördlich des Ravelin Camps in Richtung Franzosenkopf. Dazu konnte der Fachbereichsleiter nur anmerken: „Der Wald wird Wald bleiben.“

Die Schießanlage der Briten bei Holtensen – hier könnten sich später Vereine tummeln.tis

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