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Nächstes Forum zum Thema Britengelände vor den Sommerferien geplant

Bürgerdialog bringt viele Ideen

Hameln. Stadtbaurat Hermann Aden war hocherfreut, dass der „Bürgerdialog Konversion“ über die Nachnutzung der durch den Abzug der Briten frei werdenden Flächen in Hameln in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums so gut besucht war. „Das sind deutlich mehr als 150 Menschen, die gekommen sind“, bilanzierte er und zeigte sich am Ende „total begeistert, wie intensiv mitgearbeitet und konstruktive Fragen gestellt wurden“.

veröffentlicht am 01.04.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.04.2014 um 16:00 Uhr

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Vier Stellwände hatten die Mitarbeiter der Verwaltung und der Kommunikationsexperten des Büros Koris in den Ecken der AEG-Aula aufgestellt, bestückt jeweils mit den Plänen der verschiedenen Geländestücke. Der Abend war gut organisiert. Die Besucher wurden in vier Gruppen eingeteilt, um dann im Viertelstundenrhythmus an den Tafeln Fragen zu stellen und auf vorbereiteten Zetteln ihre Vorschläge für die Nachnutzung zu formulieren.

Dass es dabei eng zuging und nicht jeder alles hören konnte, musste hingenommen werden. Der Kreativität des Bürgerdialogs aber schien es am Ende nicht geschadet zu haben, denn die leeren Flächen auf den Stellwänden füllten sich schnell.

Jetzt haben die Mitarbeiter von Volker Mohr, dem Fachbereichsleiter Planen und Bauen, die Aufgabe, die Vorschläge auszuwerten. Ein Protokoll darüber soll in Kürze ins Internet gestellt werden. Stadtbaurat Aden versprach: „Wir werden alle Vorschläge genau darauf prüfen, ob sie funktionieren können und auch begründen, warum etwas vielleicht nicht geht.“ Ob Linsingen-Kaserne, Bailey- und Gundolf-Park, die Übungsplätze an der Weser oder die Schießanlage bei Holtensen – die Liste der teils auch gegensätzlichen Vorschläge für die Objekte wurde lang und länger.

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  • Von interessierten Bürgern dicht umlagert waren die Stellwände in der Aula. wft

Soll die Mauer um die Kaserne abgerissen oder nur einzelne Öffnungen geschaffen werden? Wie soll der Verkehr gesteuert, wo Radwege angelegt werden? Was muss abgerissen, was kann ohne großen Aufwand einer neuen Nutzung zugeführt werden? Entstehen durch Ansiedlung von Gewerbe und Dienstleistern andernorts Brachen? Bildungs- und Gesundheitscampus scheinen fest geplant, auch wenn der Landkreis noch eine Machbarkeitsstudie für eine Umsiedlung der Elisabeth-Selbert-Schule in Arbeit hat.

Die Vorschläge reichen vom Jugendtreff bis zum generationenübergreifenden Wohnen, von der Kletterhalle bis zum Übungsbunker für Musikgruppen, vom urbanen Gartenbau, wo jeder, der will, sein Gemüse anbauen kann bis zum neuen Nordstadtkino und einem Baumarkt, von der Wassersportanlage an der Weser bis zum öffentlichen Grill- und Picknick-Platz, vom Bundesleistungszentrum Schießsport bis zur Renaturierung einzelner Anlagen.

Einen groben Zeitplan hat Fachbereichleiter Mohr bereits im Kopf: „Das nächste Forum soll noch vor den Sommerferien stattfinden“, erklärte er am Rande der Veranstaltung. „Wir suchen den Dialog mit dem Bürger, wir wollen ihn in diesem Umwandlungsprozess mitnehmen und nehmen ihn wirklich ernst.“

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