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Briten haben tiefe Spuren hinterlassen

Hameln. Charmant und witzig war die Show, die das „The London Quartet“ bei seinem zweiten Gastspiel auf die Hamelner Bühne zauberte - und very british. A-capella entfalteten sich kaleidoskopartig angelsächsische Landschaften, Lebensart und Musik. Anfang und Ende markierte Edward Elgars „Pomp and Circumstance March No. 1“, wobei es den Sängern sogar gelang, die gewohnt zurückhaltenden Hamelner zu einem Finale im Stil der „Last Night of the Proms“ zu verführen. Zuvor aber gab’s einen Parforceritt  von Shakespeare bis Harry Potter, den Beatles bis Miss Marple. Pastorale Idylle wie in „Shaun the Sheep“ mit Blökeinlagen bis hin zum Medley aus Krimi-Melodien à la „Mit Schirm, Charme und Melone“, den unvermeidlichen Miss-Marple- und James-Bond-Themen oder der Titelmusik aus „Das Haus am Eaton Place“. Keine Frage, „The London Quartet“ bedient ein vorwiegend aus Klischees  Und wenn das Publikum dann den auf ein Blatt Papier gedruckten „Union Jack“ schwenkt und die humorige Neufassung von „Land of Hope and Glory“ singt, dann spürt man, dass die Briten tiefe Spuren in Hameln hinterlassen haben, und wünscht sich sehnlichst ein da capo von „The London Quartet“ im kommenden Jahr.

veröffentlicht am 14.11.2014 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 17:54 Uhr

zdz

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