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Bei den Briten brennt noch Licht

Hameln. Die britischen Streitkräfte haben die Linsingenkaserne verlassen – und trotzdem brennt rund um das Areal an Süntel- und Basbergstraße noch Licht? Das wundert Georg Niemeyer, Anwohner der Justus-Kiepe-Straße. „Die Beleuchtung, speziell die gelben Lampen rund um den Sicherheitszaun zur Überwachung, brennt immer noch jede Nacht. Wer bezahlt das?“, fragt er.

veröffentlicht am 04.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2015 um 18:20 Uhr

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Zwar wurde mit einer offiziellen Abschiedsparade Mitte Juni tatsächlich die Auflösung des Regiments vollzogen, aber so ganz haben die Briten Hameln doch noch nicht den Rücken gekehrt. In der Linsingenkaserne wohnen nach Auskunft des Verbindungsoffiziers in Paderborn beispielsweise bis Mitte August noch britische Familien. Leer geräumt werden Gelände und Gebäude auch voraussichtlich erst bis Ende Oktober. „Nächster Schritt wird eine formelle Übergabe von den Briten an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) sein“, sagt auf Anfrage der Koordinator bei der Bima für Konversion der britischen Liegenschaften, Norbert Apelt.

Nach der Übergabe wird die Bundesanstalt sehen, wie mit der Kaserne weiter verfahren werde, bis feststehe, was künftig überhaupt einmal mit dem Areal passieren wird. Für diese Übergangszeit muss das Objekt natürlich auch weiterhin „gesichert“ werden – und deshalb wird aller Voraussicht nach das Licht weiterhin brennen, wenn auch die letzte Familie ausgezogen, die letzte Garage leer geräumt sein wird.

Für die Kosten wird dann tatsächlich, wie unser Leser Georg Niemeyer vermutet, indirekt der Steuerzahler aufkommen müssen, da nach der Schlüsselübergabe die Bundesanstalt für den Unterhalt der ehemaligen Kaserne aufkommen muss. Letzten Endes dienten solche Maßnahmen aber auch dem Werterhalt der Immobilie, so Apelt.

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