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Bewohner der Bergdörfer im Rat Ottenstein gegen weiteren Bau in Lichtenhagen

Windkraftgegner „auf schmalem Grat“

Lichtenhagen. Eines wurde nur allzu deutlich bei der Ottensteiner Ratssitzung im „Schneiderhof“: Nicht nur Bürgermeister Manfred Weiner (CDU) vertritt die Ansicht, dass keine weiteren Windräder auf die Ottensteiner Hochebene gehören; auch aus den vollen Zuhörerreihen – gekommen waren nicht nur Ottensteiner, sondern auch Einwohner aus den Pyrmonter Bergdörfern – war „Jetzt reicht es“ als einhellige Meinung zu hören.

veröffentlicht am 01.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 21.04.2015 um 15:23 Uhr

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Hintergrund der Ratsdebatte, bei der in einer Sitzungsunterbrechung auch Bürgermeinungen zugelassen wurden: der Bauantrag für ein weiteres Windrad in der Gemarkung Lichtenhagen an der Grenze zum Pyrmonter Bergdorf Eichenborn. Bürgermeister Weiner argumentierte, dass man nach Ablehnung eines neuen Windparks auf Pyrmonter Gebiet nun keine Zustimmung zu diesen Lichtenhagener Projekt geben könnte. Und bis auf Ratsherrn Heinrich Timmermann (CDU) gab es im Rat keine Zustimmung zu dem neuen Windrad-Bau.

Bürgermeister Weiner räumte aber auch ein, dass man mit einer Ablehnung „rechtlich auf einem ziemlich schmalen Grad“ wandele: Immerhin beziehe sich der Bauantrag auf einen Bereich, der als Vorrangfläche für Windkraft ausgewiesen sei. Was auch Ratsherr Andreas Siegmann so sah: „Rechtlich ist der Bauantrag in Ordnung.“ Was heißt: Trotz Ablehnung vom Berge könnte der Landkreis Holzminden dem Bauantrag stattgeben. Jetzt will man in Ottenstein versuchen, mit Paragraf 15 des Baugesetzbuches eine Rückstellung des Baugesuchs zu erwirken, um zwischenzeitlich mit dem Kreis ein klärendes Gespräch zu führen. joa

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