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Stadt und Planer wollen heute Abend ausgewählte Gebiete für Windenergie vorstellen

Zehn Flächen – welche bleiben übrig?

Bad Münder. Jetzt wird es konkreter: Zehn Flächen im Stadtgebiet hat die Politik in die Untersuchung gegeben – heute Abend soll vorgestellt werden, welche Bereiche sich nach Auffassung der Experten besonders für die Errichtung von Windenergieanlagen eignen und welche Ergebnisse die Untersuchungen der vergangenen Monate gebracht haben. Im Kern geht es dabei um die Frage, wo im Stadtgebiet künftig Windenergieanlagen errichtet werden können.

veröffentlicht am 06.10.2015 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 08:58 Uhr

Wieviele Windenergieanlagen kann Lügde vertragen? Die Antwort auf diese Frage steht noch aus. Aber derzeit scheint es, als seien die möglichen Konzentrationszonen merklich geschrumpft. Foto: kf
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite
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Die öffentliche Ratsinformationsveranstaltung (Beginn 19.30 Uhr, Rohmelbad-Gaststätte) wird dabei noch kein endgültiges Ergebnis liefern, sehr wohl aber die grundsätzlichen Rahmendaten für die weitere Behandlung des Themas. „Wir hatten im Vorentwurf mit zehn Gebieten eine große Kulisse, um möglichst viele Möglichkeiten offen zu lassen und viele Hinweise für die Gebiete zu bekommen. Bereits in der ersten Veranstaltung hatten wir angekündigt, dass sich diese Kulisse verkleinern wird. Jetzt wollen wir zeigen, wie wir abgewogen haben, wie abgeschichtet wird“, erläutert Anika John, Fachdienstleiterin Stadtentwicklung. Sie erinnert auch an den vorgesehenen weiteren Zeitplan: „Es geht jetzt zunächst um die Erarbeitung des Entwurfs, der Ende November in der Sitzung des Planungsausschusses beraten werden soll. Im Dezember soll die Auslegung des Entwurfs beschlossen werden.“

Georg Seibert von Planungsbüro Luckwald hat maßgeblich an der Änderung des Flächennutzungsplanes „Windenergie“ mitgewirkt. „Was wir vorstellen werden, ist das ausgearbeitete Konzept. Ob die Politik dem folgt, weiß ich nicht. Es wird auch sichtbar werden, dass es Varianten gibt – die können natürlich kontrovers diskutiert werden.“ Er will im Vorfeld der Informationsveranstaltung nicht zu viel vorwegnehmen, macht aber deutlich, dass die Zahl der Flächen, die in Frage kommen sollen, in der Größenordnung „zwei bis vier“ liegen wird. „Welche das werden, wird den einen oder anderen schon überraschen“, kündigt Seibert an.

Er betont, dass die Stadt mit der Ratsinformationsveranstaltung und der gleichzeitigen Information an Ratsmitglieder und Öffentlichkeit auf ein sehr transparentes Verfahren setzt. „In anderen Kommunen ist es üblich, zunächst die Fraktionen oder zumindest den Verwaltungsausschuss zu informieren. Die Zusammenlegung auf einen Termin ist ein Signal, dass hier die Bürgerbeteiligung sehr ernst genommen wird.“

Während der Informationsveranstaltung heute Abend werden zunächst Ratsmitglieder Gelegenheit zur Nachfrage haben, die Stadt will aber auch einen allgemeinen Frageteil für Zuhörer anschließen.

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