weather-image
15°

Abo Wind zeigt Interesse an Nettelrede

Bad Münder. Nur ein Satz des Bürgermeisters, aber der ließ aufhorchen: Er hoffe, so Hartmut Büttner beim Empfang des Ortsrates Nettelrede, dass sich die Gerüchte um geplante Windkraftanlagen bei Nettelrede tatsächlich als Gerüchte erweisen.

veröffentlicht am 15.01.2015 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 21.04.2015 um 15:12 Uhr

Windrad
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Was Büttner damit offiziell zum Thema machte, kursiert seit einigen Wochen in Bad Münder. Neben dem Bereich entlang der Bundesstraße 217 zwischen Hachmühlen und

Hasperde soll auch das Areal am Deisterhang um das Schützenhaus in Nettelrede in den Blickpunkt eines großen Windenergiekonzerns geraten sein. Die Firma Abo Wind mit Hauptsitz in Wiesbaden interessiert sich für Flächen, bis zu vier Windkraftanlagen sind im Gespräch. Abo Wind hat auch bereits Interesse am Bau mehrerer Windräder auf Hachmühlener Gebiet bekundet.

„Es besteht Interesse“, bestätigt Friedrich Mittendorf, Realverbandsvorsitzender in Nettelrede, auf Anfrage dieser Zeitung entsprechende Vorstöße eines Windenergieunternehmens. Details will er derzeit noch nicht nennen, zunächst einmal die Vorstellung des aktuellen Planungsstandes zur Änderung des Flächennutzungsplanes im Bauausschuss in der kommenden Woche abwarten.

Die Sitzung, die die Stadtverwaltung und Bauausschussvorsitzender Uwe-Peter Keil aufgrund des erwarteten Zuhörerinteresses in die Rohmelbad-Gaststätte verlegt hat (Dienstag, 20. Januar, 19.30 Uhr), erwartet auch Nettelredes Ortsbürgermeister Gerd Ahrens mit Spannung. Auch er hat in den vergangenen Wochen vom Interesse eines Windenergiekonzerns an Nettelrede gehört. Begeistert ist er von der Vorstellung, hohe Windkraftanlagen vor der Tür zu haben, nicht. Da er aber von einigen der rund 30 Eigentümer der angefragten Flächen bereits Signale erhalten habe, Windenergie nicht zulassen zu wollen, ist er auf die weitere Entwicklung gespannt. Eine Frage, die sich für ihn stellt, ist die Zulässigkeit von Windenergieanlagen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes 1.87. Jenes Plans, den die Stadt ursprünglich zum Schutz der Natur und Landschaft vor intensiver Bebauung auf den Weg gebracht hat. Für Kritiker war er von Beginn an als Instrument gedacht, einen geplanten Schweinemaststall zu verhindern. Während er sich in diesem Punkt als stumpfes Schwert erwies, könne er für die Ausweisung von Flächen von Windenergie wieder Bedeutung erlangen.

Vorstellen wird Planer Georg Seibert vom Ingenieurbüro von Luckwald am kommenden Dienstag, was in den vergangenen Monaten zur Änderung des münderschen Flächennutzungsplanes erarbeitet wurde. „Die vorläufigen Ergebnisse der ersten Phase“, macht der Planer deutlich – seiner Erwartung nach werden sich im weiteren Verfahren noch Veränderungen ergeben, sodass die Vorstellung „definitiv“ nicht den letzten Stand der Flächennutzungsplanänderung darstelle.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare