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Unternehmen reicht Anträge für Areal zwischen Grohnde und Kirchohsen ein

Windpark: Acht Anlagen am Scharfenberg?

EMMERTHAL. Insgesamt acht Windkraftanlagen sieht das Unternehmen Ebert Erneuerbare Energien auf dem Areal zwischen Grohnde und Kirchohsen vor, für die vor wenigen Tagen beim Landkreis als Genehmigungsbehörde die Unterlagen eingereicht worden sind. Das berichtet Christian Nowack, der bei dem Unternehmen mit Sitz in Kiel und Cremlingen für das Projekt zuständig ist. Die ersten Gutachten seien fertig, andere in Arbeit, meinte er zu dem umfangreichen Verfahren. Es handelt sich um Anlagen vom Typ V136 des Herstellers Vesta – und damit um die größten des Unternehmens. Sie haben eine Nabenhöhe von 149 Metern bei einem Rotordurchmesser von 136 Metern. Die im Herbst vergangenen Jahres vorgestellte Weiterentwicklung mit einer Nennleistung von 3,45 Megawatt soll laut dem dänischen Hersteller neue Standards in der effizienten Nutzung von Schwachwindstandorten setzen. Bekanntlich gilt die Fläche unterhalb des Scharfenberges bei Kirchohsen als nicht optimal.

veröffentlicht am 02.05.2016 um 17:39 Uhr
aktualisiert am 11.05.2016 um 12:12 Uhr

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Ohne auf die Bürgerinitiative direkt einzugehen, macht Nowack deutlich, dass verschiedene Gutachten besonders die Kritikpunkte der Windkraftgegner klären sollten. Dazu gehöre ein hydrogeologisches Gutachten, um auszuschließen, dass das dort gewonnene Trinkwasser gefährdet werde. Dies geschehe in Absprache mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises. Weitere Gutachten befassten sich mit den möglichen Auswirkungen des Windparks auf das Umspannwerk und die Freileitungen. Dazu gebe es Gespräche mit den Betreibern. Schon jetzt steht laut Nowack fest, dass der dort geforderte Abstand bei keiner Freileitung unterschritten wird. Auch das zum Umspannwerk nächstgelegene Windrad sei 239 Meter entfernt. Mit einem Risikogutachten sei der TÜV Nord beauftragt. Mit Blick besonders auf die Tragfähigkeit und die Fundamente gebe es zusätzlich ein Bodengutachten. Hinter dem Begriff avifaunistische Fachgutachten verbergen sich Untersuchungen zur Tier- und Pflanzenwelt. Wie berichtet, laufen unabhängig vom Genehmigungsverfahren seit Februar Windmessungen.

Ziel des Unternehmens sei es, im vierten Quartal eine Genehmigung zu bekommen. Nowack räumt ein: „Es ist aber realistisch, dass es länger dauern kann.“ cb

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