weather-image
Verwaltungsgericht Hannover weist Antrag des Landesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz zurück

Windkraftbauer erringen Etappensieg vor Gericht

EMMERTHAL. Die Firma Ebert Erneuerbare Energien feiert einen Etappensieg für ihren zwischen Grohnde und Kirchohsen geplanten Windpark. Nach Angaben des Unternehmens hat das Verwaltungsgericht Hannover den Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz des Landesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz zurückgewiesen.

veröffentlicht am 07.07.2017 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 14.07.2017 um 18:42 Uhr

Windkraftanlagen, so weit das Auge reicht. Das will die Bürgerinitaitve „Keine Wundkraft im emmerthal“ verhindern. Foto: Nordex
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wie berichtet, hatte der Landesverband (LBU) beantragt, die aufschiebende Wirkung bestehender Widersprüche des Landesverbandes wiederherzustellen. Die Genehmigung des Landkreises Hameln-Pyrmont für das Windparkprojekt in Emmerthal sei nach vorläufiger Einschätzung des Gerichts rechtmäßig ergangen, berichtet das in Cremlingen bei Braunschweig beheimateten Unternehmen. Nach Unternehmensangaben bestätigt das Verwaltungsgericht die „gründliche Arbeit des Landkreises Hameln-Pyrmont“ als Genehmigungsbehörde. Die vom LBU gegen das Projekt erhobenen Bedenken seien bereits im Genehmigungsverfahren von den Umweltgutachtern und der Naturschutzbehörde des Landkreises erkannt worden. Der Landkreis habe die Erkenntnisse bewertet und nach Auffassung des Verwaltungsgerichts die richtige Entscheidung getroffen, indem er eine Genehmigung mit den zahlreichen, teilweise gravierenden Auflagen erteilte. Insbesondere die Bedenken des LBU im Zusammenhang mit Brut- und Rastvögeln habe das Gericht nicht geteilt. Vielmehr habe das Gericht die erheblichen Betriebsbeschränkungen (Abschaltzeiten) der Windkraftanlagen als geeignete Maßnahme zum Schutz der Brut- und Rastvögel sowie der Fledermäuse anerkannt und sei damit dem Landkreis in seiner Einschätzung gefolgt. Das Verwaltungsgericht habe sich auch mit den Bedenken des LBU wegen des Trinkwassergewinnungsgebiets auseinandergesetzt. Auch diesbezüglich halte das Gericht die insgesamt 46 Auflagen für geeignet, aber auch ausreichend, um ein hohes Schutzniveau zu gewährleisten. Es seien keine Anhaltspunkte erkennbar, weshalb das Grundwasser bei Einhaltung der Auflagen gefährdet sein könne. Die drei neuen Grundwassermessstellen seien bereits seit Ende Mai in Betrieb.

Stephan Stallmann, Sprecher der Bürgerinitiative „Keine Windkraft im Emmerthal“, die im Landesverband organisiert ist, weilt derzeit im Urlaub und war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. red

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare